Filmfestival fordert mehr Toleranz

PINKPANORAMA ⋅ Das lesbischwule Filmfestival Pinkpanorama in Luzern wirft in seiner 13. Ausgabe einen kritischen Blick auf die eigene Szene. Es thematisiert die Toleranz unter Lesben und Schwulen selbst. Daneben geht es weltweiten Feindseligkeiten gegen Homosexuelle nach.
12. November 2014, 15:39

Das Filmfestival Pinkpanorama findet vom Donnerstag bis am 19. November im Stattkino im Bourbaki in Luzern statt. Auf dem Programm stehen knapp 30 Kurz-, Langspiel- und Dokumentarfilme aus dem In- und Ausland.

Einen Schwerpunkt legt das Festival auf Homophobie. Mehrere Beiträge und ein Podium am Dienstag sollen zeigen, dass Feindseligkeiten gegen nicht-heterosexuelle Menschen in der Schweiz und anderswo in verschiedenster Ausprägung - von Beleidigungen, über Hassparolen bis Körperverletzungen - vorkommen.

In einem zweiten Schwerpunkt gehen die Festivalmacher dieses Jahr der Frage nach, wie tolerant sich Schwule und Lesben selbst gegenüber Minderheiten verhalten. Dazu werden am Sonntagnachmittag Video-Clips vorgeführt, und es findet eine Gesprächsrunde statt.

Schweizer Premieren

Während des Filmfestivals sind mehrere Schweizer Premieren zu sehen. Darunter ist das Sehnsuchtsdrama "Sturmland/Viharsarok" über ein Coming-Out unter widrigsten Bedingungen in der ungarischen Provinz. Der deutsche Dokumentarfilm "Gardenia - Bevor der letzte Vorhang fällt" porträtiert eine Gruppe von Travestie-Darstellern zwischen 60 und 70, für die das letzte Kapitel des Lebens beginnt.

Im Mittelpunkt des Filmessays "Regarding Susan Sontag" steht die gleichnamige bisexuelle, feministische Ikone aus New York. Und mit "Appropriate behavoir" der iranisch-amerikanischen Regiesseurin Desiree Akhavan ist eine Mischung aus Komödie und Melodram als weitere Schweizer Premiere zu sehen.

Im Rahmenprogramm finden neben Gesprächsrunden und dem Podium am Samstag auch eine Party in der Jazzkantine in der Stadt Luzern statt.

Pinkpanorama existiert seit 2002 und wird vom gleichnamigen Verein getragen. Die letztjährige Ausgabe im November 2013 lockte gemäss Veranstalter über 1'000 Besucherinnen und Besucher an. (sda)


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