Flüchtlinge üben Kritik an Benimm-Flyer

LUZERN ⋅ In der Samstags-Ausgabe unserer Zeitung haben Flüchtlinge einen offenen Brief an die Luzerner Regierung veröffentlicht. Regierungsrat Guido Graf nahm am Samstag in der «Tagesschau» dazu Stellung.

06. Februar 2016, 20:47

Die Flüchtlinge in Luzern kritisieren die Benimm-Regeln, die die Regierung ihnen vorgestellt hat (wir berichteten).

Der Kanton Luzern hat am Mittwoch einen Benimm-Flyer für Asylsuchende vorgestellt. In der Bildergalerie werden einige der Regeln vorgestellt.

Gezeichnet wurde der offene Brief an die Regierung mit «Flüchtlinge im Kanton Luzern». Darin steht unter anderem: «Wir fühlen uns gekränkt durch Ihre Aktionen der letzten Wochen» und «Sie haben uns als Wilde hingestellt, die aufgeklärt werden müssen. Damit giesst die Regierung zusätzlich Öl ins Feuer und provoziert uns gegenüber Rassismus.»

Mitunterzeichner des Briefes ist Süleyman Özbayhan, ein anerkannter Flüchtling, der seit fünf Jahren in der Schweiz lebt. Gegenüber der «Tagesschau» sagte Özbayhan am Samstagabend: «Die Regierung stellt uns unter Generalverdacht. Sie werfen uns alle in einen Topf und das stört uns.»

Luzerner Regierungsrat Guido Graf sagte in der Sendung, dass der Flyer für alle gelte, nicht nur für Flüchtlinge. «Der Auslöser war Köln und verschiedene Rückmeldungen aus der Bevölkerung.» Der Benimm-Flyer sei präventiv eingesetzt worden, denn man wolle keine Probleme an der Fasnacht.

Nach Angaben der Luzerner Polizei sei die diesjährige Fasnacht bisher äusserst ruhig und friedlich verlaufen. Bislang sei ein Fall von sexueller Belästigung gemeldet worden. Allgemein seien der Polizei weniger betrunkene Jugendliche aufgefallen, als in anderen Jahren, meldete die Nachrichtenagentur sda am Freitag.

zfo

In der Samstags-Ausgabe der «Neuen Luzerner Zeitung» haben Flüchtlinge einen offenen Brief an die Luzerner Regierung veröffentlicht. Regierungsrat Guido Graf nahm am Samstag in der «Tagesschau» dazu Stellung. (SRF, 6. Februar 2016)

 

Die Gruppe "Flüchtlinge gegen Diskriminierung" verteilte am Samstag Rosen auf der Reussbrücke. Mit der Aktion wolle man die Menschen zum Nachdenken anregen. (Tele1, 6. Februar 2016)

 

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In der Samstags-Ausgabe der «Neuen Luzerner Zeitung» haben Flüchtlinge einen offenen Brief an die Luzerner Regierung veröffentlicht. Regierungsrat Guido Graf nahm am Samstag in der «Tagesschau» dazu Stellung. (SRF, 6. Februar 2016)

Die Gruppe "Flüchtlinge gegen Diskriminierung" verteilte am Samstag Rosen auf der Reussbrücke. Mit der Aktion wolle man die Menschen zum Nachdenken anregen. (Tele1, 6. Februar 2016)




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