GLP unterstützt Zopfi und Schwerzmann

KANTONALE WAHLEN ⋅ Die Luzerner Grünliberalen unterstützen beim zweiten Wahlgang der Regierungswahlen den parteilosen Marcel Schwerzmann und Felicitas Zopfi (SP). Die Partei spricht sich damit gegen SVP-Kandidat Paul Winiker aus.

06. April 2015, 16:14

Mit Zopfi und Schwerzmann in der Regierung sei den grünliberalen Anliegen am ehesten gedient, teilte die Partei am Ostermontag mit. Die bürgerlichen und konservativen Kräfte seien nach dem ersten Wahlgang bereits gut in der Regierung vertreten.

Die GLP unterstützt auch den parteilosen Marcel Schwerzmann. Zoom

Die GLP unterstützt auch den parteilosen Marcel Schwerzmann. | Dominik Wunderli / Neue LZ

Es fehle jedoch eine Kraft, die ökologische und gesellschaftsliberale Werte in den Vordergrund stelle - und das traue die glp am ehesten Zopfi zu. Für den parteilosen Schwerzmann spreche seine Expertise in Finanzfragen und seine wirtschaftsliberale Haltung.

Im zweiten Wahlgang am 10. Mai werden noch zwei Regierungssitze vergeben. Der Krienser Gemeindepräsident Paul Winiker kann neben der Unterstützung seiner eigenen Partei auch auf die Schützenhilfe von CVP und FDP zählen, Primarlehrerin und Kantonsrätin Zopfi auf die SP, CVP, die Grünen und die Grünliberalen. Der parteilose Finanzdirektor Schwerzmann hat bisher offiziell lediglich die FDP und die Grünliberalen im Rücken.

Im ersten Wahlgang für die fünfköpfige Regierung hatten nur die drei Bisherigen Guido Graf (CVP), Reto Wyss (CVP) und Robert Küng (FDP) das absolute Mehr übertroffen. Der bisherige Schwerzmann war bei einer rekordtiefen Stimmbeteiligung auf dem vierten Platz gelandet, gefolgt von Winiker und Zopfi. Die Schlusslichter Michael Töngi (Grüne) und Irina Studhalter (Junge Grüne) zogen sich zurück.

Die Luzerner Stimmbürger stehen vor einer Richtungswahl: Je nach Ausgang wird ein Bisheriger abgewählt, die SP um ihren 1959 eroberten Regierungssitz gebracht oder die SVP für weitere vier Jahre in der Opposition belassen. Fliegt die SP aus der Exekutive, wäre die neue Luzerner Regierung schweizweit die einzige Kantonsregierung ohne Frau.

sda


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