Gewerbe im Bahnhof verkraftet den Ausfall

STADT LUZERN ⋅ Fünf Tage lang war der Bahnhof blockiert. Auch die Geschäfte merkten die fehlende Kundschaft.
29. März 2017, 04:28

Keine Züge, weniger Kunden: Nicht nur Pendler und die SBB haben unter dem Betriebsausfall im Bahnhof Luzern gelitten – sondern auch die Geschäfte. Man sei immer im Austausch mit den Mietern gestanden, sagt SBB-Mediensprecher Reto Schärli. «Die Einbussen bei den Mietern waren sehr branchenabhängig.» Die Textilbranche habe gar zum Teil bessere Besucherzahlen verzeichnet als an den Tagen zuvor.

«Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen», sagt etwa Rahel Kissel, Leiterin Unternehmenskommunikation bei der Genossenschaft Migros Luzern. «Unsere Umsätze waren rund 10 Prozent tiefer.» Aber da der Migros-Supermarkt am Bahnhof gerade am Wochenende von vielen Anwohnern genutzt werde, sei der Rückgang insgesamt moderat ausgefallen. «Dank guter Information der SBB konnten wir unsere Bestellungen rasch anpassen und hatten keine Probleme mit Verderb von Frischprodukten.»

Ähnlich tönt es bei Coop: «Personaleinsatzplanung und Bestellungen wurden der Situation entsprechend angepasst», sagt Patrick Häfliger, Pressesprecher bei Coop. Auch die Bäckerei Hug verzeichnete einen leichten Kundenrückgang. «Allerdings war dieser nicht einschneidend», sagt Marcel Steger, Geschäftsführer der Hug Retail AG. Grund: Die Filiale der Bäckerei befindet sich in der Nähe des Zentralbahn-Gleises, wo die einzigen Züge verkehren konnten. Trotz der fehlenden Kunden bleibt Steger gelassen: «Wir haben einen mehrjährigen Mietvertrag mit den SBB. Man sollte Kundeneinbussen von wenigen Tagen nicht zu stark gewichten.»

(uus/kük)


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