Hohe Verluste für Luzerner CVP und FDP

WAHLEN ⋅ Die beiden Mitteparteien CVP und FDP müssen bei den Luzerner Kantonsratswahlen herbe Verluste einstecken. Die CVP verliert 7, die FDP 6 Sitze. Die Sieger heissen SVP und GLP.

10. April 2011, 19:52

(19:52) Bei den Luzerner Kantonsratswahlen liegt das provisorische Schlussresultat vor. Dieses zeichnet für FDP und CVP ein leicht positiveres Bild, als die auf Basis der Listenstimmen errechnete Mandatsverteilung am Nachmittag noch erwarten liess. Dennoch sind die Verluste für die Mitteparteien deutlich:

Die CVP verliert 7 ihrer bisherigen 46 Sitze und kommt neu auf 39. Die FDP fällt von 29 auf 23 Sitze zurück und hat damit erstmals weniger Sitze als die SVP, welche ihre Sitzzahl von 23 auf 27 erhöhen kann. 
 
CVP und FDP stellen nun zusammen noch 62 der 120 Sitze. Bis anhin hatten sie 75 Kantonsrätinnen und Kantonsräte.

CVP und FDP sind die einzigen Parteien, die Verluste einfahren. Unter den Erwartungen verliefen die Wahlen auch für die Bürgerlich-demokratische Partei (BDP), welche keinen Sitz gewinnen konnte.

Nebst der SVP sind die erstmals angetretenen Grünlilberalen (GLP) die grossen Sieger des Wahlsonntags. Mit 6 Sitzen – geholt in Sursee und Hochdorf (je 1) sowie Luzern-Stadt und Luzern-Land (je 2) schaffen sie auf Anhieb Fraktionsstärke. 

Auf der Ratslinken gewinnt die SP 2 Sitze und kommt neu auf 15. Einen zusätzlichen Sitz holen die Jungsozialisten in der Stadt Luzern. Die Grünen halten hingegen unverändert 9 Sitze.   

bac

 

  • Für diese 120 Kandidatinnen und Kandidaten öffnet sich in der nächsten Legislatur die Tür des Kantonsrats.
  • Norbert Schmassmann (neu), Luzern, CVP

Diese Politiker wurden für die nächste Legislatur in den Luzerner Kantonsrat gewählt. (Bilder: PD)

 

 

Die Sitzverteilung in der Stadt Luzern. Zoom

Die Sitzverteilung in der Stadt Luzern. | bac

Wahlkreis Stadt Luzern: Einziges Erfolgserlebnis für die CVP

(20:15) In der Stadt Luzern durften sich alle Parteien eher auf Sitzgewinne als auf Verluste einstellen: Dank der Wahlkreisreform und der Fusion mit Littau stehen der Stadt neu 25 statt 19 Sitze zur Verfügung.

Tatsächlich musste denn auch keine Partei Verluste einfahren. Bei FDP und Grünen blieb es aber bei den bisherigen je 4 Sitzen. Die anderen Parteien legten leicht zu: CVP und SP steigerten sich beide von 4 auf 5 Sitze. Für die CVP ist dies der einzige Erfolg in allen Wahlkreisen. Zulegen konnte auch die städtische SVP, von 3 auf 4 Mandate.

Die Grünliberalen kommen auf 2 Sitze, nachdem sie am Nachmittag aufgrund der Listenstimmen sogar auf drei Mandate hoffen durften. Den einen Sitz schnappten ihnen jedoch die Jungsozialisten weg, die mit Hasan Candan neu ins Kantonsparlament einziehen. bac.

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Die Sitzverteilung im Wahlkreis Luzern-Land. Zoom

Die Sitzverteilung im Wahlkreis Luzern-Land. |

Wahlkreis Luzern-Land: Einzig die Grünliberalen liegen im Plus

(16:08) Im Wahlkreis Luzern-Land, dem aufgrund der Wahlkreisreform nur noch 30 statt 34 Sitze zustehen, durften die Parteien kaum auf Sitzgewinne hoffen. SVP, SP und Grüne konnten ihre Mandate immerhin halten, während CVP und FDP beide je drei Sitze verloren.  Richtig feiern können einzig die neu angetretenen Grünliberalen (GLP), die auf Anhieb 2 Sitze erzielten. Unter den Gewählten ist auch GLP-Kantonalpräsident Urs Brücker aus Meggen.

Kein Erfolg war hingegen der BDP beschieden. Sie schaffte den Sprung ins Parlament nicht.  Enttäuschend endeten die Wahlen auch für die bisherigen Kantonsräte Gianmarco Helfenstein (CVP, Horw), Thomas Zemp (CVP, St. Niklausen), Johanna Dalla Bona-Koch (FDP)  und Leo Fuchs (FDP, Kriens) die die Wiederwahl nicht schafften.

Das provisorische Zwischenresultat aufgrund der Parteistimmen: CVP 8 (-3), FDP 6 (-3), SVP 7 (0), SP 4 (0), Grüne 3 (0), Grünliberale 2 (+2). bac.

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Die Sitzverteilung im Wahlkreis Hochdorf. Zoom

Die Sitzverteilung im Wahlkreis Hochdorf. | bac

Wahlkreis Hochdorf: Zugewinne für SVP,  SP und Grünliberale

(18:39) SVP, SP und Grünliberale sind die Gewinner im Wahlkreis Hochdorf.

Nach Auszählung der Parteistimmen kommt die CVP auf 7 Sitze (-2), die FDP auf 4 (0), die SVP auf 5 (+1) die SP auf 3 (+1), die Grünen auf 1 (0) und die GLP auf 1 (+1).  Der Wahlkreis Hochdorf hat Anspruch auf 21 Sitze (bisher 20).

Obwohl die FDP ihre Mandatszahl halten konnte, wurden nicht alle wiederkandidierenden Bisherigen bestätigt.  Anstelle des Bisherigen Stefan Wassmer (FDP, Emmenbrücke) zieht Damian Müller (FDP, Hitzkirch) neu ins Parlament ein.

bac.

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Die Sitzverteilung im Wahlkreis Sursee. Zoom

Die Sitzverteilung im Wahlkreis Sursee. | bac

Wahlkreis Sursee: Sitzgewinne für SVP und Grünliberale

(16:22) Im Wahlkreis Sursee verlieren CVP und FDP je 2 Sitze. Wahlsieger sind die SVP und die Grünliberalen. SP und Grüne können ihre Mandate halten. Unter den Nichtgewählten figurieren auch drei Bisherige: Hilmar Gernet (CVP, Schenkon); Adrian Schmassmann (CVP, Eich) und Susan Widmer (FDP, Sursee).

Das provisorische Schlussresultat: CVP 8 (-2), FDP 4 (-2), SVP 5 (+1), SP 2 (0), Grüne 1 (0), Grünliberale 1 (+1).  bac.

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Die Sitzverteilung im Wahlkreis Willisau. Zoom

Die Sitzverteilung im Wahlkreis Willisau. | bac

Wahlkreis Willisau: Sitzgewinn für die SVP, Verluste für CVP und FDP

(17:33) Im Wahlkreis Willisau feiert einzig die SVP einen Sitzgewinn. Sie belegt neu 4 anstatt 3 Sitze. Die CVP kommt auf 7 (vormals 8) und die FDP auf 4 (vorher 5). Die SP bleibt unverändert bei einem Sitz.

Der Wahlkreis Willisau hat aufgrund der Wahlkreisreform nur noch 16 statt 17 Sitze zur Verfügung.  bac.

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Die Sitzverteilung im Wahlkreis Entlebuch. Zoom

Die Sitzverteilung im Wahlkreis Entlebuch. | bac

Wahlkreis Entlebuch: Keine Veränderung trotz Wahlkreisreform

(14:06) Im Wahlkreis Entlebuch bleibt alles beim Alten. Die CVP kommt auf 4, die SVP auf 2 und die FDP auf einen Sitz. Eine Veränderung war auch nicht zu erwarten, da alle 7 bisherigen Kantonsräte erneut kandidierten und weder die Grünliberalen noch die BDP mit eigenen Listen antraten.

Als einziger Wahlkreis verfügt Entlebuch noch über gleich viele Kantonsratsmandate wie vor der Wahlkreisreform. Da Entlebuch und Willisau bei der Mandatsberechnung aber neuerdings einen Verbund bilden, sind die Wahlchancen für kleine Parteien theoretisch gestiegen. Auf die Sitzverteilung an diesem Sonntag hatte dies jedoch keine Auswirkung. bac.

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