Horlaui: Kantonsgericht weist Beschwerde ab

WEGGIS ⋅ Das dauerhafte Betretungs- und Nutzungsverbot sowie den Rückbau der Häuser in der Horlaui hat ein Grundeigentümer nicht einfach so hinnehmen wollen. Er bestand auf der gerichtlichen Überprüfung des Gemeinderatsentscheids. Das Kantonsgericht Luzern hat dessen Beschwerde nun abgewiesen.

26. November 2014, 15:21
  • 06.11.2014: Die ersten Häuser in der Horlaui werden abgerissen.

Nach der Umsiedlung von zwölf Personen in einem Steinschlaggebiet in Weggis hat am 3. November der Abbruch von vier Häusern begonnen. Ein Augenschein im Gebiet Horlaui an der Seeuferstrasse zwischen Weggis und Vitznau am Vierwaldstättersee.

Das Kantonsgericht Luzern musste sich mit einer Beschwerde befassen, in der ein Grundeigentümer in der Horlaui sich nicht aus seinem Haus vertreiben lassen sollte. Er verlangte eine Neubeurteilung der Sache. Mit Urteil vom 18. November hat das Kantonsgericht die Beschwerde des Grundeigentümers nun abgewiesen.

Zum Hintergrund der Beschwerde: Im Sommer dieses Jahres ergab sich aufgrund aktueller Erkenntnisse sowie aus der Gefahrenbeurteilung für fünf Wohnhäuser in der Horlaui ein dringender Handlungsbedarf. Unter Polizeinotrecht musste für die fünf Häuser in der Horlaui ein dauerhaftes Betretungs- und Nutzungsverbot erlassen und der Abbruch der Häuser verfügt werden.

Rechtlich vertretbar und verhältnismässig

Das Kantonsgericht entschied nun, dass das öffentliche Interesse der Sicherheit und das Rechtsgut von Leib und Leben die Aussiedlung der Bewohner im gefährdeten Gebiet rechtfertigten. Der schwere Eingriff in das Eigentumsrecht habe sich rechtlich als vertretbar und verhältnismässig erwiesen, wie die Gemeinde am Mittwoch mitteilt. Gegen das Urteil des Kantonsgerichtes kann innert 30 Tagen beim Bundesgericht in Lausanne Beschwerde eingereicht werden.

Stand der Rückbauarbeiten im Gebiet Horlaui

Die ersten Felssicherungsarbeiten in den Felsbändern oberhalb der Wohnhäuser sind abgeschlossen. In der Zwischenzeit konnte das Haus Chalet Horlaui bereits abgebrochen werden. Für die Rückbauarbeiten im steilen Gelände habe eigens ein grosser Hochbaukran aufgestellt werden müssen, damit der geordnete Abbruch der betroffenen fünf Häuser kontrolliert in Angriff genommen werden konnte. Zurzeit werden die rechtskräftigen Abbruchverfügungen für die weiteren Gebäude umgesetzt.

pd/nop

Login


 

Leserkommentare

Anzeige: