Abbruch von Häusern in evakuiertem Gebiet gestartet

NATURGEFAHREN ⋅ Nach der Umsiedlung von zwölf Personen in einem Steinschlaggebiet in Weggis beginnt am Montag der Abbruch von vier Häusern. Die Abrissarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Jahr.

29. Oktober 2014, 12:16

Ein fünftes Haus im Gebiet Horlaui bleibt vorläufig stehen. Die Bewohner hatten gegen die Abbruchverfügung der Gemeinde Beschwerde eingelegt. Über diese muss nun das Kantonsgericht entscheiden.

Die Gebäude werden mit schwerem Gerät zurückgebaut, wie es in der Mitteilung heisst. Zum Einsatz kommen sollen ein Hochbaukran sowie Helikopter.

Während der Rückbauarbeiten wird die Kantonsstrasse zwischen Weggis und Vitznau einspurig geführt. Der Streckenabschnitt wird überwacht und bei Gefahr vorübergehend geschlossen.

Während der vergangenen zwei Monaten waren im Felssturzgebiet Horlaui bereits Felspartien abgetragen und gesichert worden. Die Arbeiten sollen bis Mitte November beendet werden.

  • 06.11.2014: Die ersten Häuser in der Horlaui werden abgerissen.

Nach der Umsiedlung von zwölf Personen in einem Steinschlaggebiet in Weggis hat am 3. November der Abbruch von vier Häusern begonnen. Ein Augenschein im Gebiet Horlaui an der Seeuferstrasse zwischen Weggis und Vitznau am Vierwaldstättersee.

Anfang Juli hatte der Gemeinderat von Weggis angekündigt, dass die Bewohner von fünf Wohnhäusern im Gebiet Horlaui oberhalb des Vierwaldstättersees ihre Unterkunft bis Ende Monat verlassen müssen und sie danach nicht mehr betreten dürfen.

Die Häuser im Steilhang am Fuss der Rigi sind gemäss Behörden akut von Steinschlägen bedroht und sollen abgerissen werden. Alle Bewohner mussten inzwischen ihre Häuser verlassen. Einzelne hatten sich vergeblich vor Gericht gegen die Zwangsumsiedlung gewehrt.

Der Gemeinderat erachtet die drastische Massnahme im Gebiet Horlaui als sicherste und günstigste Variante im Schutz vor Naturgefahren. Die Umsiedlung, die Felssicherungen und der geplante Abbruch der Häuser sowie die Entschädigungen für die Bewohner belaufen sich gemäss Schätzungen von Weggis im Sommer auf rund sechs Millionen Franken. (sda)


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