Jugendspiele: Luzern geht leer aus

OLYMPIA ⋅ Die Schweiz soll mit Lausanne ins Rennen um die Olympischen Jugendspiele 2020 steigen. Vergeblich um eine Kandidatur beworben hat sich die Region Luzern. Das Initiativkomitee ist enttäuscht.
22. August 2013, 16:41

Die Wahl fiel mit 8:4 Stimmen bei einer Enthaltung auf die Region Lausanne. Der Entscheid, überhaupt für die Spiele 2020 zu kandidieren, fällte der Exekutivrat von Swiss Olympic einstimmig. Den Entscheid, ob die Bewerbung beim IOC eingereicht wird, fällen die Vertreter der olympischen Schweizer Sportverbände am 19. September. Auch die Region Luzern / Zentralschweiz hatte sich um eine Austragung beworben.

Lausanne mit besseren Chancen beim IOC

Dass die Bewerbungsdossiers aus Lausanne und Luzern beide hervorragend sind, hatte Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild bereits im Vorfeld der Sitzung verlauten lassen. Der Exekutivrat hatte die Dossiers in den vergangenen Monaten auf Herz und Nieren geprüft.

Beide Dossiers haben unseren Ansprüchen mehr als entsprochen, heisst es in einer Mitteilung von Swiss Olympic. «Der Exekutivrat ist jedoch der Meinung, dass die Kandidatur aus Lausanne bei der Vergabe durch das IOC letztlich mehr Chancen hat», sagte Jörg Schild nach dem Entscheid vom Donnerstag und fügte an: «Leider kann Swiss Olympic nur eine Bewerbung ins internationale Rennen schicken.»

Grosses Bedauern in der Zentralschweiz

Die Zentralschweizer Regierungskonferenz, die Stadt Luzern und das Initiativ-Komitee haben den Entscheid mit «grossem Bedauern» zur Kenntnis genommen. Auch wenn der Entscheid am 19. September zuerst noch durch die Mitgliederverbände formell gutgeheissen werden muss, akzeptiert Lucerne2020 laut einer Mitteilung das Verdikt sportlich.

Das Initiativkomitee Lucerne2020 ist überzeugt, eine technisch hochstehende Kandidatur abgeliefert zu haben, was zahlreiche Gespräche im Vorfeld des Entscheides mit Mitgliedern des Exekutivrates bestätigt haben. Stärken der Kandidatur waren die starke regionale Verankerung in allen sechs Kantonen, der innovative Ansatz sowie die Nachhaltigkeit. Lucerne2020 werde die Begründung genau prüfen und danach das weitere Vorgehen festlegen.

Neben Lausanne ist bis jetzt bekannt, dass sich auch Sofia (Bulgarien) und Sun Valley (USA) für die Austragung der Youth Olympic Games interessieren. Die nationalen Komitees haben noch bis zum 28. November dieses Jahres Zeit, dem IOC ihre Kandidaten zu melden. Das IOC entscheidet dann im Sommer 2015 über den definitiven Austragungsort. Würde Lausanne zum Handkuss kommen, wären dies nach Innsbruck 2012 und Lillehammer 2016 bereits die dritten Jugendspiele in Folge in Europa.


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