22-Jähriger brettert mit 83 km/h durch 30er-Zone: 13 Monate bedingt

LUZERN ⋅ Ein 22-jähriger Raser ist vom Luzerner Kriminalgericht zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten verurteilt worden. Der Mann war 2015 in der Stadt Luzern nachts mit Tempo 83 durch eine 30er-Zone beim Campingplatz Lido gebraust. Dabei war er von der Polizei geblitzt worden.

17. März 2017, 00:00

Gemäss dem am Donnerstag vom Luzerner Kriminalgericht veröffentlichten Urteil machte sich der ehemalige Hotelfachschüler aus Malaysia der qualifizierten Verletzung der Verkehrsregeln schuldig. Die Probezeit für die Freiheitsstrafe beträgt zwei Jahre. Der Verurteilte muss knapp 3200 Franken Verfahrenskosten zahlen.

Das im abgekürzten Verfahren zu Stande gekommene Urteil ist rechtskräftig. Der Beschuldigte hatte die Tat zugegeben und die Strafe akzeptiert. Er ist nicht vorbestraft.

Der Junglenker gab an, er habe die Geschwindigkeitsbegrenzung im Quartier nicht bemerkt. Zudem habe er zum ersten Mal in der Schweiz ein Auto gelenkt.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Beschuldigten vor, Schwerverletzte oder Tote in Kauf genommen zu haben. Er sei nachts mit dem Auto eines Kollegen an wenig beleuchteter und unübersichtlicher Stelle auf einer schmalen Strasse unterwegs gewesen. Aufgrund des hohen Tempos habe er unmöglich allfällige Fahrzeuge oder Fussgänger aus einer einmündenden Strasse rechtzeitig erkennen können. (sda)


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