Gütschbahn-Kabinen werden bald montiert

STADT LUZERN ⋅ Auf dem Weg zur Wiedereröffnung der Gütsch-Bahn steht ein wichtiger Schritt kurz bevor. Die neuen Kabinen für den Schräglift sollen Mitte August auf die bestehenden Schienen montiert werden.
07. August 2015, 11:55

Richard Horton von der Castle Holding, die das Hotel Château Gütsch seit Anfang dieses Jahres betreibt, hatte dies in unserer Zeitung vor gut einem Monat angekündigt. «Diesen Termin können wir einhalten», bestätigt Horton nun.

Betriebsaufnahme Ende August

Nach der Montage der Kabinen soll es letzte Tests geben, bevor die Gütsch-Bahn gegen Ende August ihren Betrieb definitiv aufnehmen wird.

Noch gelte es, «letzte Vertragsdetails mit den VBL zu klären», erklärt Horton. «Es geht um die Betriebsüberwachung sowie um Fragen wie Ticketing und Billettkontrollen», sagt dazu Christian Bertschi, Mediensprecher Verkehrsbetriebe Luzern (VBL). Auch er betont: «Grundsätzlich wären wir für den Zeitpunkt Ende August bereit.» Die VBL werden die Gütsch-Bahn gemäss Bertschi allerdings nicht selber betreiben. Geplant sei, diese in den Tarifverbund Passepartout Luzern zu integrieren.

Platz für 8 Personen pro Kabine

Der Betrieb des alten Gütsch-Bähnlis – einer Standseilbahn – war vor rund sieben Jahren eingestellt worden. Neu handelt es sich um einen Schräglift, wie er beispielsweise beim Hotel Montana in Luzern besteht. Der Lift nutzt die bestehenden Schienen und funktioniert in Selbstbedienung. Die beiden Kabinen bieten Platz für je acht Personen und fahren mit einer Geschwindigkeit von 2 Metern pro Sekunde. Hersteller ist die Firma Inauen-Schätti in Dallenwil.

Ursprünglich wollte die Castle Holding den Schräglift schon im Mai dieses Jahres in Betrieb nehmen. Wegen Vertragsverhandlungen mit den VBL und dem Verkehrsverbund kam es zu Verzögerungen.

Die Stadtluzerner Stimmberechtigten genehmigten Ende 2014 einen Kredit von 1,73 Millionen Franken für die Gütsch-Bahn. Darin inbegriffen ist nicht nur ein Beitrag an die Baukosten, sondern auch an den Betrieb der Gütsch-Bahn während 25 Jahren. Insgesamt kostet der Neubau der Bahn 3,1 Millionen Franken.

hb


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