Kanton Luzern will pro Volksschüler weniger zahlen

VOLKSSCHULE ⋅ Der Kanton Luzern will den Gemeinden weniger an die Betriebskosten der Schulen zahlen. Er hat eine Gesetzesrevision in die Vernehmlassung geschickt, die bei der Berechnung der Pro-Kopf-Beiträge einen Systemwechsel vorsieht.

17. Oktober 2016, 12:13

Heute basieren die kantonalen Beiträge auf den sogenannten Normkosten. Berechnet werden sie aufgrund der durchschnittlichen Betriebskosten der Schulgemeinden der vorangehenden drei Jahre. Der Kanton beteiligt sich an diesen Normkosten mit 25 Prozent.

Der Regierungsrat schlägt gemäss den am Montag veröffentlichten Vernehmlassungsunterlagen vor, die Pro-Kopf-Beiträge neu zu berechnen. Neu soll nicht mehr von den effektiven Betriebskosten, sondern von definierten Standardkosten pro Klasse ausgegangen werden.

Erhöht werden sollen die Beiträge künftig nur noch um diejenigen Kosten, die durch Entscheide des Kantons verursacht werden, etwa höhere oder tiefere Unterrichtsverpflichtungen der Lehrer oder neues Schulmaterial. Kommunale Investitionen in die Schulinfrastruktur oder Angebote, die über den kantonalen Vorgaben liegen, sollen sich nicht mehr auf die Pro-Kopf-Beiträge des Kantons auswirken.

Der Kanton rechnet damit, dass er durch den Systemwechsel um 1,5 Millionen Franken entlastet wird. Zudem rechnet er damit, dass das jährliche Wachstum in Zukunft kleiner ausfallen wird und nur noch bei etwa einem Prozent liegen dürfte. In den letzten Jahren war das Wachstum deutlich höher.

Der Regierungsrat begründet den geplanten Systemwechsel, der auf 2018 in Kraft treten soll, denn auch damit, dass er das Wachstum der Pro-Kopf-Beiträge an die Gemeinden besser möchte steuern können. (sda)


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: