4-jähriger Bub nach Unfall im Hallenbad Allmend verstorben

LUZERN ⋅ Im Hallenbad auf der Luzerner Allmend hat sich am Sonntagnachmittag ein tragischer Badeunfall ereignet. Drei Tage später ist der 4-jähriger Bub an den Folgen des Unfalls verstorben.

Aktualisiert: 
12.10.2016, 18:00
12. Oktober 2016, 11:34

Am Sonntag begab sich ein Vater mit seinen beiden Kindern ins Hallenbad Luzern auf der Allmend. Der 4-jährige Bub sprang in einem unbeaufsichtigten Moment in das Lernschwimmbecken, welches an dieser Stelle eine Tiefe von 1,25 Metern aufwies. Der Bub wurde nach einiger Zeit im Wasser treibend entdeckt und geborgen. Sofort wurde mit der Reanimation begonnen. Der Rettungsdienst setzte die Reanimation fort und fuhr den 4-Jährigen ins Spital.

Nun ist der Bub am Mittwochmorgen im Spital an den Folgen des Unfalles verstorben, teilt die Luzerner Polizei mit. Zur Betreuung der Angehörigen wurde die Notfallseelsorge aufgeboten.

Wie lange der Knabe im oder unter dem Wasser trieb, ist nicht bekannt. Nicht geklärt ist auch die Frage, ob der Kleine schlicht und einfach nicht abschätzen konnte, in welch tiefes Wasser er sich begab. «Die genauen Umstände des Unfalles sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen», schreibt die Polizei.

Beim Unfall handelt es sich um den schlimmsten Badeunfall in der viereinhalbjährigen Geschichte des Bades. Für die Betreiber des Hallenbades ist der Vorfall sehr belastend. Gemäss Karin Eisserle, Leiterin Kommunikation der Hallenbad Luzern AG, waren zum Unfallzeitpunkt zwei Bademeister vor Ort. Gemäss den Richtlinien des Verbandes Hallen- und Freibäder ist ein Bademeister vorgeschrieben.

Mit anderen Worten: Das Verbandsmitglied, die Luzerner Hallenbad-Betreiber, hat nicht gegen Verbandsnormen verstossen. Ob das Sicherheitsdispositiv der Anlage aufgrund des Unfalles ge­ändert werden müsse, kann ­gemäss Eisserle derzeit noch nicht gesagt werden. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren im Bad zwischen 150 und 155 Personen anwesend (wir berichteten »).

 Bei solchen Unfällen könnten die dort installierten Unterwasserkameras helfen. Unter anderem gibt es im Becken Unterwasserkameras, die einen beweglosen Körper im Wasser erkennen und Alarm schlagen könnten. «Technisch ist das System noch nicht zuverlässig genug, um sitzende und ertrinkende Personen zu unterscheiden, was die Nutzung erschwert», sagt, Karin Eisserle, Leiterin Kommunikation der Hallenbad Luzern AG, auf Anfrage. Das System sei noch in der Entwicklungsphase.

pd/zfo/eer

Im Hallenbad Allmend in Luzern hat sich am Sonntagnachmittag ein tragischer Unfall ereignet. Ein 4-jähriger Junge sprang ins Lernschwimmbecken und wurde erst nach einiger Zeit treibend im Wasser entdeckt und reanimiert. Am Mittwoch teilte die Polizei mit, dass der Junge an den Folgen des Unfalls verstorben ist. (Tele1, 12. Oktober 2016)

Im Hallenbad Allmend in Luzern hat sich am Sonntagnachmittag ein tragischer Unfall ereignet. Ein 4-jähriger Junge sprang ins Lernschwimmbecken und wurde erst nach einiger Zeit treibend im Wasser entdeckt und reanimiert. Am Mittwoch teilte die Polizei mit, dass der Junge an den Folgen des Unfalls verstorben ist. (Tele1, 12. Oktober 2016)




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