Gemeindeparlament in Kriens wird verkleinert

LUZERN ⋅ Der Einwohnerrat in Kriens wird von 36 auf 30 Sitze verkleinert. Das Stimmvolk hat eine Initiative der FDP knapp angenommen. Ja sagte das Stimmvolk auch zur Sanierung des Schulhauses Kirchbühl.

08. März 2015, 13:27

Die Krienserinnen und Krienser haben mit 51,0 Prozent Ja gesagt zur Verkleinerung des Einwohnerrates in Kriens. 4785 Krienser legten ein Ja in die Urne, 3963 ein Nein. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,9 Prozent.

Damit wird der Einwohnerrat ab der neuen Legislatur 2016 nur noch 30 Mitglieder zählen, gleich viele wie schon zwischen 1981 und 2008. Heute zählt der Einwohnerrat 36 Mitgliedern: 8 SVP, 8 CVP, 7 FDP, 6 SP, 3 Grüne, 1 GLP, 1 Junge CVP, 1 Junge Grüne und 1 Juso-Mitglied). Noch im Herbst 2013 war ein Vorstoss der FDP im Einwohnerrat zu diesem Thema klar gescheitert. 2007 wurde die Vergrösserung des Einwohnerrats abgelehnt.

Der Gemeinderat nimmt den Entscheid des Stimmvolkes zur Kenntnis, wie er am Sonntag mitteilt. Auch wenn dies gegen die Empfehlung der meisten Parteien, des Einwohner- und des Gemeinderates festgelegt wurde – es gelte, diesen Entscheid umzusetzen. Gemäss Gemeinderat stellt sich die Frage, ob noch mit der gleichen Zahl von Kommissionen gearbeitet werden könne. Die Parteien ihrerseits sehen sich mit der Aufgabe konfrontiert, wie sie die heutige Meinungsvielfalt und dabei insbesondere auch die Stimme der Jugend ins Parlament einbringen können.

Ja zu Sanierung der Schulanlage Kirchbühl

Das Krienser Stimmvolk hat mit 66,2 Prozent Ja gesagt zur Sanierung der Schulhäuser Kirchbühl I und Kirchbühl II. Bevorzugt wurde vom Stimmvolk die Variante mit Pelletheizung. Dies mit einem Ja-Anteil von 59,6 Prozent. Kostenpunkt total: 18,3 Millionen Franken. Für die Gas-Heizung votierten lediglich 29,3 Prozent. Damit folgt das Stimmvolk, CVP, SP, Grüne und GLP, die sich im Vorfeld der Abstimmung für die Pelletheizung stark machten.

Das sei ein klares Signal des Souverän, dass die Gemeinde auf dem richtigen Weg ist, für die Volksschulen eine gute Infrastruktur bereit zu stellen, die auch zeitgemässe Unterrichtsformen zulässt, lässt sich Gemeinderätin Judith Luthiger-Senn in einer Mitteilung zitieren.

Das Stimmvolk bestätige den von Einwohnerrat und Gemeinderat eingeschlagenen Weg, der energetischen Zukunftstauglichkeit bei den Gemeindeinfrastrukturen ein grosses Augenmerk zu schenken und dafür auch Mehrinvestitionen in Kauf zu nehmen. 

rem


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