Leitungen sind im Boden, die Masten fliegen durch die Luft

EMMEN ⋅ Zum Schluss der Höhenflug: Die sieben Masten der abgebrochenen 110-Kilovolt-Freileitung zwischen Emmenbrücke und Rathausen sind durch die Luft abtransportiert worden. Die Leitung verläuft neuerdings im Boden.

24. November 2016, 13:39

Es dröhnte Rotorenlärm über Emmen am Donnerstag um 9 Uhr morgens. Anders als üblich stammte dieser für einmal nicht von einem Helikopter der Schweizer Luftwaffe, sondern von einem Super Puma der Swiss Heli international AG. Dieser war in besonderer Mission unterwegs: Die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) haben jüngst die Hochspannungsleitung von Rathausen nach Emmen in den Boden verlegt. Die gegen 100-jährigen Leitungsmasten sind der Rest der früheren 110-Kilovolt-Freileitung, nun kommen auch sie weg.

Normalerweise würden solche Masten Schritt für Schritt zurückgebaut, sagt CKW-Mediensprecher Marcel Schmid. Doch hier bot sich diese Lösung an, denn die Masten sollten zum ortsansässigen Metallbauer und Alteisenhändler gebracht werden. Mit dem Helikopter dauerte es keine anderthalb Stunden, und die sieben alten Gittermasten landeten wortwörtlich im Alteisen. Dort kommt einiges Material zusammen: Die Masten sind zwischen 15 und 20 Metern hoch und bis zu 3,3 Tonnen schwer.

Leitungen kommen häufiger in den Boden

Die neue Leitung von Rathausen nach Emmen ist seit Oktober dieses Jahres in Betrieb. Die Bauarbeiten für den zwei Kilometer langen, unterirdischen Schacht starteten im April. Ende Juli waren sie zu Ende. 

Kilian Küttel/cv

Entlang der Reuss in Emmen hat die CKW sieben Strommasten demontiert: Sie wurden stehend abgetrennt und per Helikopter weggeflogen.Der Strom fliesst seit diesem Sommer nicht mehr durch die alte Freileitung, sondern durch erdverlegte Kabel. (Luzernerzeitung.ch/cv, 24. November 2016)

  • Neue Luzerner Zeitung AG
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Das Stromkabel ist längst im Boden, nun müssen die Masten weg: In Emmen flogen die alten Gittermasten der ehemaligen Freileitung durch die Luft.

Entlang der Reuss in Emmen hat die CKW sieben Strommasten demontiert: Sie wurden stehend abgetrennt und per Helikopter weggeflogen.Der Strom fliesst seit diesem Sommer nicht mehr durch die alte Freileitung, sondern durch erdverlegte Kabel. (Luzernerzeitung.ch/cv, 24. November 2016)




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