Der Kantonsrat rettet die Grafik-Fachklasse

FINANZEN ⋅ Der Luzerner Kantonsrat hat sich in der Budgetdebatte für die Fachklasse Grafik ausgesprochen und einer Erhöhung der Schulgelder eine Absage erteilt. An den Zwangsferien wurde aber festgehalten.

01. Dezember 2015, 15:18

Der Rat strich im Bildungsressort diverse von der Regierung beantragte Sparmassnahmen, dies oft mit knappen Mehrheiten, die durch ein Zusammengehen von CVP, SP und Grünen zustande kamen.

So müssen die Eltern von Jugendlichen, die eine nachobligatorische Schule besuchen, keine höheren Schulgeldern bezahlen als bislang. Gleiches gilt für den freiwilligen Musikunterricht. Gymnasial-, Berufsschul- und Sonderschullehrer müssen keine zusätzlichen Lektionen unterrichten.

Mit 79 zu 34 Stimmen war das Votum des Parlamentes zur Fachklasse Grafik klar. Auf die von der Regierung vorgeschlagene und vehement bekämpfte stufenweise Schliessung wird, wie von der vorberatenden Kommission beantragt, somit verzichtet.

>> So haben die Mitglieder des Kantonsrats gestimmt (Ja = Für den Erhalt)

Eine Woche bringt vier Millionen

Auf die sogenannten Zwangsferien an Gymnasien und Berufsschulen, die das Budget total um 4 Millionen Franken entlasten, hielt der Rat aber fest. Hier stimmte die CVP mit SVP und FDP. Das Schuljahr wird somit vorübergehend um eine Woche verkürzt.

Adrian Nussbaum (CVP) war aber nicht sehr wohl bei der Sache. Bei den Schulstunden dürfte eigentlich nicht gespart werden, sagt er. Diese Sparmassnahme sei eigentlich ein "Schildbürgerstreich". Weil ausserordentliche Situationen aber ausserordentliche Massnahmen verlangten, unterstütze die CVP aber die Zwangsferien.

Die Argumente von GLP, SP und Grüne blieben somit unerhört. Der Arbeitseinsatz der Lehrer bleibe bei einer Verkürzung des Schuljahres um eine Woche dieselbe, sagte Monique Frey (Grüne). Andy Schneider (SP) sagte, die Zeche müsse von den Schülern bezahlt werden. Auch die Motivation der Lehrer werde strapaziert. (sda)


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