Sprayen, Kinderpornos sammeln: Kriminalgericht verurteilt Lehrer

JUSTIZ ⋅ Ein 31-jähriger Sprayer ist vom Luzerner Kriminalgericht zu einer bedingten Freiheits- und Geldstrafe verurteilt worden. Er versprayte mehrfach Züge, Umfriedungen und Gebäude. Zudem sammelte der Primarlehrer zu Hause und an seinem Arbeitsplatz Kinderpornos.

18. Oktober 2016, 00:00

Der Schweizer wurde gemäss dem am Montag publizierten Urteil mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung sowie einer bedingten Geldstrafe von 600 Franken bestraft. Weiter muss er 25'000 Franken Verfahrenskosten zahlen und Zivilforderungen der SBB und der BLS in der Höhe von über 7700 Franken nachkommen.

Das Gericht befand den Mann der mehrfachen Sachbeschädigung, mehrfachen Pornografie und der Hinderung einer Amtshandlung schuldig. Bei seiner Festnahme im November 2011 war der Sprayer zunächst geflüchtet und musste mit Hilfe eines Polizeihundes dingfest gemacht werden.

Teilweise geständig

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte eine 32-monatige Freiheitsstrafe verlangt. Sie beschuldigte den Sprayer, zwischen Dezember 2009 und November 2011 insgesamt 45 Taten mit einer Deliktsumme von rund 150'000 Franken allein oder mit Komplizen begangen zu haben.

Das Gericht sprach den Mann bei mehreren Sprayer-Fällen frei. Er war teilweise geständig, bestritt jedoch bei mehreren ihm vorgeworfenen Aktionen eine Beteiligung.

In Bezug auf die Pornografie wurde das Verfahren teils in Folge Verjährung eingestellt. Laut Staatsanwaltschaft sammelte der Mann zu Hause und an seinem Arbeitsplatz aus dem Internet kinderpornografisches Material und verbreitete es weiter. Auf seinen Festplatten wurden knapp 1000 Bilder und 33 Filme mit verbotenem Inhalt sichergestellt. (sda)


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