Staatsanwaltschaft untersucht Polizeivorfall

LUZERN ⋅ Der Journalist Herbert Fischer hat in Luzern fotografiert, wie Polizisten eine Frau festnehmen wollten. Weil er sich nicht sofort ausweisen konnte, nahm ihn die Polizei in Handschellen mit auf den Posten. Laut dem Journalisten löschten sie ihm dort seine Bilder.

20. April 2015, 17:10

Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei, bestätigte auf Anfrage zwar den Vorfall am Sonntagabend bei der Franziskaner-Kirche. Ob die besagten Fotos tatsächlich von der Digital-Kamera des Journalisten gelöscht wurden, konnte er jedoch weder bestätigen noch dementieren.

Herbert Fischer schildert den Vorfall auf lu-wahlen.ch. Auf Anfrage sagte er, dass die gelöschten Bilder die Polizei «schwerstens belasten» würden.

Polizeisprecher Graf sagte, der Vorfall mit dem Journalisten werde nun untersucht. Ebenfalls, ob die Festnahme der Frau verhältnismässig war oder nicht.

Gegenüber Radio Pilatus sagte die Luzerner Staatsanwältin Andrea Tresch, dass die Staatsanwaltschaft zur Klärung des Vorfalls eine Untersuchung eingeleitet habe. Sie müsse nun erst Informationen sammeln und dann entscheiden, gegen wer und wieviele Polizisten diese Untersuchung laufen werde.

Der Journalist Herbert Fischer im Interview zu seiner Verhaftung durch die Luzerner Polizei. (Tele 1, 20. April 2015)

(sda)

Der Journalist Herbert Fischer im Interview zu seiner Verhaftung durch die Luzerner Polizei. (Tele 1, 20. April 2015)




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