Weniger Logiernächte – Unternehmer erwarten keinen Aufschwung

KANTON LUZERN ⋅ Die Luzerner Wirtschaft ist im dritten Quartal 2016 weiterhin von nur zaghaften Geschäften geprägt gewesen. Für das Jahresende und den Beginn von 2017 wird kein Aufschwung erwartet.

25. November 2016, 08:54

Detailhandel, Industrie und Baugewerbe beurteilten die Geschäftslage Ende September ähnlich wie Mitte Jahr, teilte lustat Statistik Luzern am Freitag mit. Im Gastgewerbe habe sich die Lage verbessert.

Die Industrie ist mit den Auftragsbeständen weiterhin nicht zufrieden. 40 Prozent der Unternehmen beurteilten diese als zu klein, schreibt lustat. Jeder vierte Industriebetrieb habe die Preise reduzieren müssen.

Auf Expansionskurs ist die Exportwirtschaft. Sie steigerte ihre Ausfuhren im dritten Quartal um zwölf Prozent. Die stark exportorientierten Firmen rechneten im vierten Quartal mit steigenden Ausfuhren, teilte lustat mit. Eine Verbesserung der Geschäftslage werde jedoch nicht erwartet.

Im Bau steht das Ausbaugewerbe besser da als der Hochbau. Das Ausbaugewerbe präsentiere sich stabil, schreibt lustat. Der Hochbau erlebe dagegen eine relative Abschwächung.

Über 40 Prozent der Luzerner Läden registrierten im dritten Quartal weniger Kunden als noch vor einem Jahr. Bei 20 Prozent stieg die Kundenfrequenz. Ein Drittel der Detailhändler hatte von Juli bis September weniger verkauft und kämpft mit sinkenden Margen.

Die Luzerner Hotellerie registrierte zum ersten Mal seit vier Jahren einen Rückgang der Zahl der Logiernächte. Trotz tieferem Gästeaufkommen werde die Geschäftslage Ende September positiver eingeschätzt als Ende Juni, schreibt lustat.

Die Angaben von Lustat beruhen auf den Umfragen der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. (sda)


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