Neue Raumfahrt-Ausstellung im Luzerner Verkehrshaus

RAUMFAHRT ⋅ Die Raumfahrt-Ausstellung im Verkehrshaus in Luzern strahlt in neuem Glanz. Hauptattraktion ist der so genannte «Space Transformer», ein begehbarer Würfel. Darin werden oben und unten zu relativen Begriffen - wie in einer Raumstation.

Aktualisiert: 
24.11.2016, 15:00
24. November 2016, 12:00

Am Donnerstagvormittag wurde die Neueröffnung der Ausstellung gefeiert. Mit von der Partie waren unter anderem der Schweizer Astronaut Claude Nicollier sowie die US-Botschafterin der Schweiz, Suzan LeVine, wie das Verkehrshaus der Schweiz mitteilte.

Der Raumfahrt-Bereich in der Halle Luftfahrt wurde wesentlich vergrössert. Die Besucher können nun in die Vergangenheit, die Gegenwart und auch die nahe Zukunft der Raumfahrt eintauchen. Ziel der Ausstellung ist es, die Raumfahrt erlebbar zu machen.

Die interaktive Hauptattraktion der Ausstellung ist der «Space Transformer» (Raumwandler), ein begehbarer Würfel, der sich um seine diagonale Achse dreht. In seinem Inneren können die Besucher erleben, wie die Decke zur Wand und die Wand zum Boden werden. Wie in einer Raumstation werden oben und unten zu relativen Begriffen.

Ein Erlebnis das den Gleichgewichtssinn fordert. Etwas heftiger geht es auf dem Multi-Axis-Trainer zu, bei dem zwei Personen auf kardanisch gelagerten Sitzen ins Taumeln gebracht werden, wie dies bei einem Trainingsgerät für die Mercury-Astronauten um 1960 der

Weiter wurde Eureca neu inszeniert. Der Forschungssatellit kommt jetzt mit vollständig ausgefahrenen Solarpanels mit einer Spannweite von knapp 20 Metern erstmals in seiner ganzen Grösse zur Geltung.

In einer nachgebildeten Mars-Landschaft sind drei verschiedene ferngesteuerte Fahrzeuge (Rovers) zu sehen, an denen sich einzelne Teile sogar bewegen. Partner der Mars-Landschaft ist Maxon Motor aus Sachseln. Deren Lehrlinge haben die Rover in Originalgrösse nachgebaut. Der Bereich «Deep Space» stellt unter anderem das Weltraumteleskop «Cheops» der Universität Bern vor, das ab 2017 Exoplaneten aufspüren soll. Dazu passend wird im Planetarium ab Dezember die Verkehrshaus Eigenproduktion «Dort draussen – Die Suche nach fremden Welten» gezeigt.

Erstes Thema auf dem Rundgang ist die Raumfahrt in der Populärkultur: Utopien in Literatur, Film und Comic haben manch einen Pionier zu einer Tätigkeit in der realen Raumfahrt inspiriert. Vorbei an den Handabdrücken von Astronauten, die in jüngster Zeit das Verkehrshaus besucht haben, gelangen die Besucher ins zweite Obergeschoss. Hier beginnt die «Timeline», eine rund 45 Meter lange Vitrinenreihe, welche die Geschichte der Raumfahrt im Detail von den Raketenpionieren bis in die nahe Zukunft aufzeigt.

Die Luft- und Raumfahrt-Halle im Verkehrshaus wurde 1972 eröffnet. Für den damaligen Direktor Alfred Waldis war dies ein grosser Moment, er hatte sich für das Thema Raumfahrt eingesetzt.

Die Raumfahrt-Ausstellung im Verkehrshaus in Luzern strahlt in neuem Glanz. Hauptattraktion ist der so genannte «Space Transformer», ein begehbarer Würfel. Darin werden oben und unten zu relativen Begriffen - wie in einer Raumstation.

(Tele 1, 24.11.2016)

sda/rem

(Tele 1, 24.11.2016)




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