Neue Themenmonate im Bourbaki

LUZERN ⋅ «Ein Weg der Menschlichkeit» heisst eine neue Ausstellung im Bourbaki in Luzern. Im Zentrum steht die humanitäre Tradition der Schweiz.

07. Januar 2015, 14:50

Das Herzstück der Themenmonate ist die Ausstellung «Ein Weg der Menschlichkeit». Zusammen mit einer Reihe von Veranstaltungen, Filmen, Podiumsdiskussionen und Vorlesungen schlägt sie eine Brücke zwischen dem humanitären Völkerrecht und der Kunst. Kurator ist der Jurist Marco Stoffel. Die Ausstellung wird am 8. Januar eröffnet und dauert bis zum 8. Mai.

Mit den Themenmonaten wollen die Initianten aufzeigen, dass humanitäre Katastrophen, wie sie sich vor Lampedusa oder in Syrien ereignen, uns direkt betreffen, heisst es in einer Medienmitteilung. Wie schon 1871, als die Schweiz 87'000 französische Soldaten aufgenommen hat, werde man in der Ausstellung an die humanitäre Tradition der Schweiz erinnert.

  • Mrco Stoffel
  • Ausstellung Bourbaki Museum
  • Ausstellung Bourbaki Museum

«Ein Weg der Menschlichkeit» heisst eine neue Ausstellung im Bourbaki in Luzern. Im Zentrum steht die humanitäre Tradition des Völkerrechts.

Im Parterre des Panoramagebäudes haben das Schweizerische Rote Kreuz, die Hilfswerke sowie die Hochschule Luzern ihre Zelte aufgebaut. Im Informationszelt wird auf interaktive Weise die Bedeutung der Genfer Konvention anschaulich gemacht. Die Besucher erhalten ein iPad mit Kopfhörern sowie eine Armbinde mit den Schutzzeichen des Roten Kreuzes. Damit begeben sie sich auf einen virtuellen Parcours, auf dem sie mit einer Schiesserei in Syrien oder mit Landminen in Afghanistan konfrontiert werden.

In einem weiteren Teil der Ausstellung vermitteln Studierende der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit ihre Auseinandersetzung mit der Welt eines Flüchtlings. Drei authentische Geschichten schildern die Flucht aus dem Heimatland in die Schweiz. Sie veranschaulichen die Risiken, die hohen Schmugglerkosten und die Überlebensstrategien in der Sahara. Einen Stock höher, in der Stadtbibliothek, zeigen fünf Asylsuchende Fotos aus ihrem schweizerischen Alltag. Zudem sind weitere Kunstwerke Teil der Ausstellung (siehe Galerie).

Ab Mitte Januar macht ein acht Meter hoher Turm aus Stahlgitter und Draht vor dem Bourbaki auf die Themenmonate aufmerksam. Ersteller ist der deutsche Künstler Thomas Kilpper. Als Prolog zu den Themenmonaten und bis zum 20. Januar zeigt die Kunsthalle Werke von Max Hari, darunter eine Holzskulptur in Panoramaform.

  • Leuchtturm vor dem Bourbaki
  • Leuchtturm vor dem Bourbaki

«Ein Leuchtturm für Lampedusa» steht auf dem Löwenplatz in der Stadt Luzern. Der Turm soll ein Sinnbild für eine humanitäre Flüchtlingspolitik sein. Dies im Rahmen einer Ausstellung im Bourbaki.

Hinweis: Am 20. Januar findet ein öffentlicher Anlass mit IKRK-Präsident Peter Maurer statt. Er wird ein Referat halten zum Thema «Die humanitäre Tradition der Schweiz». Am 19. Februar und 12. März finden zudem mit Asylbewerbern Diskussionsabende statt. Infos: www.bourbakipanorama.ch

rem


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