Preise für Sternwarte Hubelmatt und Verein Sentitreff

LUZERN ⋅ Zum 18. Mal verleiht die Albert Koechlin Stiftung Anerkennungs- und Förderpreise. Die Preise sind mit insgesamt 160'000 Franken dotiert.

17. Oktober 2016, 10:16

Ein Anerkennungspreis von 30’000 Franken wird der Sternwarte Hubelmatt in Luzern zuerkannt. 1979 wurde auf dem Dach des Schulhauses Hubelmatt West die gleichnamige Sternwarte eröffnet, die von der Astronomischen Gesellschaft Luzern betrieben wird. Von dort aus beobachten die Mitglieder den nächtlichen Himmel und geben ihr Wissen an Interessierte weiter. Zum einen finden in der Sternwarte Hubelmatt immer dienstags öffentliche Führungen statt. Zum anderen wird mit engagierter Jugendarbeit ein sinnvolles Angebot bereitgestellt. Aber auch weitere Aktivitäten wie der «Tag der Astronomie», monatliche Höcks, Praxis-Abende in der Sternwarte und Beobachtungs-Exkursionen dienen dem Vereinszweck. Führungen für Schulklassen, Vereine und Firmen runden das Angebot ab.

Einen mit 50‘000 Franken dotierten Anerkennungspreis erhält der Verein Sentitreff in Luzern. Der Sentitreff ist ein offener Treffpunkt für alle Menschen im Quartier Untergrund/Baselstrasse – mit einer Ausstrahlung weit über seine Quartiergrenzen hinaus. Über 70 verschiedene Nationalitäten leben im Quartier, und Menschen aller Generationen und mit unterschiedlichem sozialen Status gehen im Sentitreff ein und aus. Seit über 30 Jahren leistet der Quartiertreffpunkt einen wichtigen Beitrag zur Integration der einheimischen und ausländischen Bevölkerung in die lokale Gemeinschaft. Zusammen mit 100 Freiwilligen fördert der Sentitreff die Mitgestaltung des Zusammenlebens anhand einer Vielzahl von Angeboten und Projekten. Für sehr viele Menschen sei der Sentitreff ein Ort der Heimat, teilt die Albert Koechlin Stiftung mit.

Einen Förderpreis von 30‘000 Franken erhält der Verein Giigäbank, Muotathal/Illgau. Als «Giigäbank» wird die leicht erhöhte Plattform bezeichnet, auf der Musikanten in einem Restaurant aufspielen. Der Name erinnert an die Zeit, als Tanzmusik noch vorwiegend auf Saiten- und Blasinstrumenten gespielt wurde. Die beiden Gemeinden Muotathal und Illgau verfügen über eine reiche kulturelle Tradition und vielfältiges Brauchtum. Der Verein Giigäbank wurde am 1. Juni 2009 mit der Zielsetzung gegründet, dieses volkstümliche Kulturgut zu erhalten und zu pflegen. Nicht die Asche soll allerdings bewahrt werden, sondern das Feuer. Aus diesem Grund haben Anlässe, an denen aktiv musiziert wird, Vorrang. Erfolgreichstes Beispiel ist der «Muotitaler-Ländlersunntig».

Einen mit 50’000 Franken ausgestatteten Förderpreis erhält das Gasthaus Grünenwald bei Engelberg. Das Gasthaus Grünenwald ist ein Ort des kreativen Schaffens. Entstanden aus verschiedenen glücklichen Umständen entwickelte sich das alte Gasthaus zu einem Ort, der Raum für kulturell aktive Menschen bietet. In den gut fünfzehn Jahren des Bestehens haben weit über hundert Bands und andere Gruppen den Grünenwald gemietet. Sie haben im Gasthaus gearbeitet, gefeiert und gewohnt. Jährlich werden um die 1300 Übernachtungen generiert. Darüber hinaus erfüllen Konzerte, Lesungen, kulinarische Anlässe und andere kulturelle Aktivitäten das 125 jährige Haus.

Die Preise werden am Donnerstag, 12. Januar 2017 im Rahmen einer Feier in Luzern übergeben.

pd/rem


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: