«Rütli» wird zur Schlagerbeiz

LUZERN ⋅ Die Güggeli- und Fondue-Beiz wird bald geschlossen und umgebaut. Neu heisst das Lokal «Jodlerwirt». Ab Mitte Oktober wird vieles anders, doch etwas bleibt bestehen.

24. September 2016, 05:00

Eine zünftige Schlagerparty kommt an. Gute Laune, Schunkeln, Mitsingen mit oder ohne Dirndl und Lederhose sind angesagt wie nie. Die Schlagernacht auf der Allmend oder das «Volksschlager» auf dem Heitere ziehen Fans seit Jahren in Massen an.

Also haben drei Luzerner Gastronomen bei einem Abendessen die Idee einer Schlagerbeiz diskutiert und den «Jodlerwirt» kreiert. «Wir haben das Gefühl, dass in Luzern das Bedürfnis nach einem Lokal mit regelmässigen Events und Schlagermusik vorhanden ist. Deshalb machen wir aus dem ‹Rütli› die Schlagerbeiz Jodlerwirt», sagt Saemi Honegger, Inhaber der Barest AG, der seit Jahren Pächter auf dem «Rütli» beziehungsweise dem «Unicum» ist und auch die Schlagernacht in Luzern organisiert.

Das Eventlokal Rütli betreibt er künftig mit Philipp Hüsler («Bruch Brothers») und Simon Märki («La Residencia»). Die Güggelibeiz mit dem Hühnerstall in der Gaststube wird nur noch nächste Woche in der alten Form betrieben, dann werden die Türen geschlossen. Die Beiz wird umgebaut und erst am 20. Oktober für die Gäste wieder geöffnet.

Konzept: DJs und Live-Musiker

Dann aber gehts im wahrsten Sinn des Wortes Schlag auf Schlag los. «Für die Eröffnungsfeier haben wir einen Stargast engagiert. Welchen verraten wir natürlich nicht, das ist eine Überraschung», sagt Märki. Keine Geheimnisse sind das Konzept und das Programm der Schlagerbeiz. Jeweils von Donnerstag bis Samstag legen DJs Schlagermusik auf, und unregelmässig treten Live-Musiker wie der Zillertaler Marc Pircher oder die Schweizer Schlagersängerin Linda Fäh auf.

Gelegentlich finden auch wochentags Schlagerpartys statt. Im Kern bleibt das «Rütli» aber ein Gasthaus mit traditioneller Schweizer Küche. Will heissen, dass es immer noch Güggeli und Fondue gibt. Die Speisekarte wird laut Märki aber erweitert. Zudem wird die Inneneinrichtung neu gestaltet. Der Hühnerstall, der die Gaststube dominiert, wird entfernt, und auch die Holzverkleidung kommt weg. «Die Wände werden mit Altholz ausgestattet, und den Plattenboden ersetzen wir durch Parkett. Und zentral im Raum wird eine Bühne aufgebaut, auf der die Stargäste auftreten.» Beim «Jodlerwirt» stehe die Geselligkeit bei einem Mass Bier und beim Schunkeln im Vordergrund.

«Wir legen jedoch Wert darauf, dass das ‹Rütli› keine Ballermann-Beiz wird», ergänzt Philipp Hüsler. Der langhaarige, tätowierte «Bruch Brothers»-Geschäftsführer scheint so gar nicht in ein Schlagerlokal zu passen. «Man ist ja offen für alles», erklärt Hüsler.

Im «Jodlerwirt» haben bei Partys Gäste ab 21 Jahren Eintritt. Das Lokal, dessen Gastgeberin wie bis anhin Ramona Bircher ist, wird in drei Sektoren unterteilt. Die Gaststube wird die «Jodlerwirt»-Beiz, der Mittelteil zum Bierkeller und der hintere Teil zur Stube. Der denkmalgeschützte Rütlisaal bleibt erhalten – für geschlossene Gesellschaften und andere Anlässe. «Wenn besondere Events stattfinden, binden wir den Saal mit ein», sagt Saemi Honegger. Was heuer nicht statt­findet, ist ein Oktoberfest. Doch das soll eine Ausnahme bleiben. Künftig werde das Thema ebenso wie Fasnacht, Halloween oder Ostern aufgenommen.

Hinweis

Eröffnung: 20. Oktober, 20 Uhr. www.jodlerwirt.ch

Roger Rüeggerroger.rueegger@luzernerzeitung.ch


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