50 Millionen Franken für neues Staffeln-Schulhaus

LUZERN ⋅ Das schadstoffbelastete Oberstufenschulhaus Staffeln in Luzern soll neu gebaut werden. Der Stadtrat beantragt für 50 Millionen Franken eine doppelt so grosse Kindergarten- und Primarschulanlage mit Dreifachturnhalle.

19. Mai 2015, 11:00

Die Stadtregierung beantragt dem Parlament für die Projektierung und den Wettbewerb einen Kredit von 2,9 Millionen Franken, wie aus dem am Dienstag veröffentlichen Bericht hervorgeht. Der Bezug der neuen Anlage im Stadtteil Reussbühl ist für 2020 vorgesehen.

Das Schulhaus Staffeln wurde im Sommer 2014 geschlossen. Zuvor hatten sich Schüler und Lehrpersonen immer wieder über schlechte Gerüche beklagt. Luftmessungen stellten erhöhte Schadstoffwerte fest. Die Schulklassen zügelten in ein Provisorium im Gasshof, wo die Stadt die ehemaligen Räumlichkeiten der Rudolf-Steiner-Schule für acht Jahre mietete.

Aufgrund der Bautätigkeit im Stadtgebiet Reussbühl rechnen die Behörden bis 2030 mit zusätzlichem Platzbedarf für drei Kindergärten und acht Primarklassen. Die benötigte Schulraumfläche könne aus betrieblicher und finanzieller Sicht nur auf dem vorhandenen Grundstück Staffeln optimal platziert werden, wenn das bestehende Schulhaus abgerissen werde, schreibt der Stadtrat.

Der Stadtrat will künftig die Schüler des Primarschulhauses Ruopigen am Rand des Stadtgebiets ins zentralere neue Schulhaus Staffeln zügeln. Dadurch soll der heute über ein Kilometer lange Schulweg für die Primarschüler verkürzt werden.

Schülerzahlen steigen

Eine vom Stadtrat in Auftrag gegebene Studie bestätigt, dass die Schülerzahlen in Littau und Reussbühl in den nächsten Jahren deutlich ansteigen werden. Heute gibt es zum Beispiel 62 Primarklassen. In Zukunft müssen mindestens 71, je nach Entwicklung eventuell sogar 85 Primarklassen geführt werden. Auch bei den Kindergärten und Sekundarschulen ist eine solche Entwicklung absehbar.

In einem zweiten Antrag ans Parlament verlangt der Stadtrat zusätzliche 5,8 Millionen Franken für die Schulraumentwicklung im Stadtgebiet Littau/Reussbühl. Das Geld will er in den nächsten Jahren in verschiedene Schulanlagen investieren. Mit baulichen Massnahmen, Raumrochaden und neuem Mobiliar sollen Schulräume besser genutzt werden können.

Kein Platz für Mehrzweckhalle auf Allmend

Da für die Mehrzweckhalle auf der Allmend mittelfristig eine Lösung gefunden werden muss, wurde auch geprüft, ob auf den Schulanlagen in Littau und Reussbühl ein Ersatz gebaut werden kann. Die Studie kommt zum Schluss, dass zwar die nötige Hallenkapazität gebaut werden kann, es für einen vollständigen Ersatz der Mehrzweckhalle Allmend aber innerhalb der Schulareale keinen Platz hat.

sda/rem


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