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Luzerner Zeitung

23. April 2012, 05:05

Stadtrat Roth überrascht mit Shopping-Idee

Länger einkaufen, als das Gesetz vorschreibt? Darüber wird im Luzerner Stadtrat diskutiert.

Länger einkaufen, als das Gesetz vorschreibt? Darüber wird im Luzerner Stadtrat diskutiert. (Keystone)

Bei den Ladenöffnungszeiten brauche die Stadt eigene, kantonsunabhängige Spielregeln. Stefan Roths Äusserung birgt Zündstoff.

Die Äusserung des städtischen Finanzdirektors Stefan Roth (CVP) an einer Wahlkampfveranstaltung überrascht und sorgt für politischen Zündstoff: «Ich habe im Stadtrat schon zur Diskussion gebracht, dass sich die Stadt ernsthaft überlegen sollte, ein eigenes Ladenöffnungsgesetz zu schaffen, losgelöst vom Kanton.» Roth begründet diesen «längerfristigen Ansatz» mit den speziellen Bedürfnissen der Stadt Luzern.

Kandidaten gespalten

Je nach künftiger Zusammensetzung des am 6. Mai neu zu wählenden Stadtrats wird ein Stadtluzerner «Shopping-Gesetz» ein heisses Eisen bleiben, wie eine Umfrage im zehnköpfigen Kandidatenfeld zeigt.

Für eine Stadtluzerner Sonderregelung bräuchte es Mehrheiten im Kantonsrat, der eine entsprechende Gesetzesänderung beschliessen müsste. Das kantonale Ladenschlussgesetz ist politisch umstritten: Am 17. Juni muss die Bevölkerung in einer Referendumsabstimmng über längere Öffnungszeiten an Samstagen und vor Feiertagen abstimmen.

mla/jem.

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