Strasse muss wegen Rutschgefahr verlegt werden

HITZKIRCH ⋅ Ein instabiler Hang in Hämikon gefährdet eine Verbindungsstrasse. Die Betroffenen wollen nun nicht länger abwarten und planen eine Umfahrung.

04. Oktober 2016, 05:00

Der Hang am Lindenberg in Hämikon ist seit Jahren instabil. Vor vier Jahren kam es im Gebiet Siebstel auf einer Breite von rund 40 Metern zu einem Hangrutsch. Die Altwiserstrasse, die bei der Hangkante durchführt, wurde beschädigt und musste längere Zeit gesperrt werden. Nun drohen weitere Hangrutsche. Beat Winiger präsidiert die Strassenunterhaltsgenossenschaft Hämikon-Müswangen. Er sagt: «Die Situation hat sich verschärft.» Problematisch ist es laut Winiger vor allem in Zeiten mit vielen Niederschlägen. Zurzeit gilt bei der Strasse erneut ein Fahrverbot. «Wir können nicht abschätzen, wann es zu weiteren Rutschungen kommt – dies kann morgen oder in zehn Jahren der Fall sein», führt er aus.

Deshalb will die Strassenunterhaltsgenossenschaft nun handeln. «Ansonsten können wir die Sicherheit nicht mehr gewährleisten.» Da die Strasse eine wichtige Verbindung sei und landwirtschaftliches Gebiet und einen Hof erschliesse, brauche es eine Alternative.

Die Strassenunterhaltsgenossenschaft, der diverse Landeigentümer angehören, befasst sich seit eineinhalb Jahren intensiv mit einem Projekt. Sie will eine Umfahrung bauen. Die Umleitung geht im ersten Abschnitt über eine bestehende Naturstrasse, der zweite Teil soll über eine neue Strasse mit Betonspuren führen. Der Hof Lättacher soll über die Aescherstrasse erschlossen werden. Wie die Strassenunterhaltsgenossenschaft gegenüber dem «Seetaler Boten» sagt, wird der Abschnitt der Altwiser­strasse, der gesperrt wird, nur teilweise renaturiert. Denn der Abschnitt soll als Notstrasse für Feuerwehrfahrzeuge auch künftig benutzbar sein. Auch der Wanderweg oberhalb der Hangkante bleibt bestehen. Bis gestern lag ein entsprechendes Baugesuch für das Projekt bei der Gemeinde Hitzkirch auf. Gegen das Gesuch sind laut dem Hitzkircher Bauamt Einsprachen eingereicht worden.

Die Fachstelle Strassenerhalt hat im Auftrag der Strassenunterhaltsgenossenschaft Hämikon-Müswangen einen Projektbericht verfasst. Laut Franz Wiprächtiger von der Fachstelle wurden auch Alternativen zur Strassenverlegung geprüft. «Die bestehende Strasse zu sichern, hat sich aber als zu grosser Aufwand erwiesen.» Laut Franz Wiprächtiger wurde das Projekt mit einer Strassenverlegung bei der Gemeinde Hitzkirch und der kantonalen Dienststelle Raum und Wirtschaft (Rawi) zur Vorprüfung eingereicht. Dies, weil das Bauen ausserhalb des Baugebiets heikel und mit vielen Vorgaben verbunden sei, so Wiprächtiger. Das Rawi habe positive Signale gesendet.

Die Strassenverlegung kostet laut Beat Winiger rund 350 000 Franken, wobei auch der Kanton Luzern und die Gemeinde Hitzkirch einen Anteil übernehmen. Dessen Höhe ist aber noch offen, sagt Winiger. In einem nächsten Schritt sollen nun Verhandlungen über Landverschiebungen mit betroffenen Landwirten stattfinden. Läuft alles nach Plan, werden die Bauarbeiten im kommenden Frühling durchgeführt.


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