Tragischer Unfall im Hallenbad auf der Luzerner Allmend

LUZERN ⋅ Am Sonntagnachmittag fiel ein vierjähriger Knabe ins Lernschwimmbecken. Das Kind musste reanimiert und mit der Ambulanz in kritischem Zustand ins Kantonsspital transportiert werden.

12. Oktober 2016, 05:00

Als der Mann aus Knutwil mit seiner Familie am Sonntagnachmittag das Hallenbad Luzern besuchen wollte, stand er vor verschlossenen Türen. «Im Eingangsbereich der Anlage standen Polizeifahrzeuge und Krankenwagen. Wir wussten nicht, was los war. Aber es musste sich etwas Schreckliches ereignet haben», vermutet der Familienvater.

Tatsächlich spielten sich am Sonntag im Luzerner Hallenbad auf der Allmend dramatische Szenen ab. Denn es kam zum schlimmsten Badeunfall in der viereinhalbjährigen Geschichte des Bades. Ein vierjähriger Knabe fiel oder stieg unbeobachtet ins Lernschwimmbecken, das eine Wassertiefe zwischen 65 und 125 Zentimetern aufweist. Wie lange der Knabe im oder unter dem Wasser trieb, ist nicht bekannt. Nicht geklärt ist auch die Frage, ob der Kleine schlicht und einfach nicht abschätzen konnte, in welch tiefes Wasser er sich begibt.

Fest steht aber, dass der Vater des Kleinkindes plötzlich vergeblich nach dem Sohn suchte. Ein Bademeister sah dann, dass das Opfer im Wasser lag. Und zwar an einem Ort, wo der kleine Nichtschwimmer natürlich nie und nimmer hätte sein dürfen. Das Kind war nicht mehr ansprechbar, musste reanimiert und später mit der Ambulanz in kritischem Zustand ins Kantonsspital transportiert werden. Zum gesundheitlichen Befinden des Knaben konnte Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Polizei, am Dienstag keine näheren Angaben machen. Bleibt zu hoffen, dass der Kleine aufgrund von einem möglichen Sauerstoffmangel keine irreversiblen Hirnschäden davonträgt.

Nicht nur für das Opfer und dessen Familie ist der Unfall äusserst tragisch. Auch für die Betreiber des Hallenbades ist der Vorfall sehr belastend. Gemäss Karin Eisserle, Leiterin Kommunikation der Hallenbad Luzern AG, waren zum Unfallzeitpunkt zwei Badmeister vor Ort. Gemäss den Richtlinien des Verbandes Hallen- und Freibäder ist ein Bademeister vorgeschrieben.

Zum Unfallzeitpunkt waren knapp 155 Gäste anwesend

Mit anderen Worten: Das Verbandsmitglied, die Luzerner Hallenbad-Betreiber, hat nicht gegen Verbandsnormen verstossen. Ob das Sicherheitsdispositiv der Anlage aufgrund des Unfalles geändert werden müsse, könne gemäss Eisserle derzeit noch nicht gesagt werden. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren im Bad zwischen 150 und 155 Personen anwesend. Das entspricht einer durchschnittlichen Nachmittagsbelegung. Aufgrund des Vorfalles wurde das Bad zwischen 14 und zirka 15.45 Uhr geschlossen.

Thomas Heer

Im Hallenbad Allmend in Luzern hat sich am Sonntagnachmittag ein tragischer Unfall ereignet. Ein 4-jähriger Junge sprang ins Lernschwimmbecken und wurde erst nach einiger Zeit treibend im Wasser entdeckt und reanimiert. Am Mittwoch teilte die Polizei mit, dass der Junge an den Folgen des Unfalls verstorben ist. (Tele1, 12. Oktober 2016)

Im Hallenbad Allmend in Luzern hat sich am Sonntagnachmittag ein tragischer Unfall ereignet. Ein 4-jähriger Junge sprang ins Lernschwimmbecken und wurde erst nach einiger Zeit treibend im Wasser entdeckt und reanimiert. Am Mittwoch teilte die Polizei mit, dass der Junge an den Folgen des Unfalls verstorben ist. (Tele1, 12. Oktober 2016)




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