Unsere Zeitung verteilt 2000 Eier – und nimmt Wünsche entgegen

LUZERN ⋅ Hunderte Leser der «Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben diskutierten mit den Redaktoren am Eiertütschen. Sie sagten uns, was sie an ihrer Zeitung schätzen – und warum sie lieber Nachrichten aus der Region statt zu Donald Trump wollen.
15. April 2017, 17:55

Es ging ruckzuck – und die 2000 Eier und 240 Schoggi-Osterhasen waren weg. Hunderte Leser der «Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben sind der Einladung der Redaktion gefolgt und haben sich gestern zum Eiertütschen vor dem LZ-Corner an der Pilatusstrasse getroffen. Bereits zum siebten Mal fand der Anlass statt. Mit diesem wollen die Redaktoren ihren Lesern «Danke» sagen – und die Leser können zudem ihre Wünsche den Journalisten mitteilen.

Die Meinungen, wie eine Zeitung auszusehen hat – und vor allem durch welche Inhalte sie sich auszeichnen soll –, gingen weit auseinander. Für Verena Pürro aus Wolhusen ist beispielsweise klar: «Für mich werden zu oft Putin, Trump und Le Pen thematisiert. Ich wünschte mir noch mehr Nachrichten aus der Region.» Vor allem auch aus den Landgemeinden. Nachrichten aus der unmittelbaren Umgebung schätzt auch Blanca Wermelinger aus Luzern. «Alle Zeitungen sind voll mit Donald Trump», sagt auch sie. Bei all den negativen Nachrichten lese sie gerne etwas «Gefreutes» – sie macht zugleich einen Vorschlag, wie man dies umsetzen könnte. Jeden Tag ein paar Zeilen – quasi eine Rubrik «Aufsteller des Tages» – würde die Zeitung aufwerten, meint die Pensionärin. Im Allgemeinen sei sie aber zufrieden mit ihrer Zeitung. So auch Silvio Bonzanigo, der fast täglich die LZ liest. «Für das lokale Geschehen ist für mich die LZ unentbehrlich», sagt er. Vor allem die Politik interessiert ihn. Gestern holte er sich von Redaktoren zu diversen Themen Meinungen ein – die dann sachlich ausdiskutiert wurden. Von diversen Lesern hervorgehoben wurde am Eiertütschen auch die Wichtigkeit der Kultur. Kurt Studer, gebürtiger Entlebucher, sagt: «Ich würde gerne mehr und längere Artikel zur Blasmusik lesen.» Und Therese Schwarz, die zwischen Uster und Luzern hin und her pendelt, sagt: «Es gibt so viel Originelles in und um Luzern. Manchmal wünschte ich mir etwas weniger klassische Konzerte in der Zeitung, dafür etwas mehr aus der alternativen Szene.»

Christian Hodel

christian.hodel@luzernerzeitung.ch

Video: Eiertütschen mit der Redaktion

Am Ostersamstag trafen sich Hunderte Leser mit den Redaktoren der Luzerner Zeitung und deren Regionalausgaben zum Eiertütschen. Dabei bleibt Zeit, um Fragen der Leser zu beantworten und deren Rückmeldungen aufzunehmen. (Dominik Buholzer / Zentralschweiz am Sonntag, 15. April 2015)




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