Volle Busse, volle Züge und Stau auf den Strassen - 150'000-Grenze geknackt

EBIKON ⋅ Auch am Samstag hat die Eröffnung der Mall of Switzerland zu Stau im Rontal geführt. Doch nicht nur die Strassen, auch der öffentliche Verkehr war stark ausgelastet. Während den vier Eröffnungstagen haben über 150'000 Menschen die Mall besucht.
Aktualisiert: 
11.11.2017, 17:00
11. November 2017, 16:44

«Wir haben die Zugkomposition des S1 nach Buchrain verdoppelt - und trotzdem mussten die Passagiere teilweise stehen», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli. Dass 50 Prozent der Besucher mit dem öffentlichen Verkehr angereist sind, haben auch die VBL deutlich gespürt. «Der neue 7,5 Minuten-Takt war absolut nötig, die Busse waren voll», sagt Dominik Birrer, Leiter der VBL-Leitstelle. Die Verkehrssituation im Rontal habe  sich am Samstagnachmittag so präsentiert, wie sonst wochentags im Feierabendverkehr. «Es kam zu Verspätungen bis zu 30 Minuten, die wir jedoch mit Zusatzfahrzeugen einigermassen in den Griff bekommen haben. Statt 9 waren zeitweise bis zu 12 Busse auf der Linie 23 unterwegs.» Zu Pannen oder Unfällen sei es nicht gekommen und die Zusammenarbeit mit dem Verkehrsdienst habe gut geklappt. Auf den Hauptstrassen rund um die Mall kam es am Samstag zu langen Staus. Viel Geduld brauchte es auch auf der Autobahn A14 bei den Ausfahrten Buchrain. Zeitweise musste der Tunnel Rontalzubringer gesperrt werden.

Gemäss einem Augenzeugen war das Parkhaus der Mall mit 1600 Parkplätzen ab 11 Uhr voll. Erst wenn ein Auto das Parkhaus verlassen hatte, durfte ein nächstes reinfahren. Weitere Autos wurden zu den umliegenden Park + Ride Parkplätzen geleitet. «Wir mussten heute das erste Mal die Ersatzparkplätze in Anspruch nehmen», bestätigt Center-Manager Jan Wengeler gegenüber der Luzerner Zeitung. Es kamen Shuttlebusse der VBL zum Einsatz, welche die Besucher vom Parkplatz in die Mall brachten.

Während den vier Eröffnungstagen seit Mittwoch haben gemäss der Centerleitung mehr als 150'000 Personen die Mall besucht. «Das entspricht unserer Prognose und daher sind wir sehr zufrieden», sagt Wengeler. Die Überlastung der Verkehrssituation sei der einzige Wermutstropfen. «Ich bin aber davon überzeugt, dass sich dies in den nächsten Tagen normalisieren wird.»


ber/spe

 


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