Waldwirtschaft will starkem Franken trotzen

LUZERN ⋅ Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses setzt auch die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft stark unter Druck. Der Verband Luzerner Waldeigentümer fordert von der Branche, zusammenzustehen und die Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

23. Januar 2015, 15:45

Die Branche der Schweizer Holzverwerter stehe durch die Aufhebung des Mindestkurses gleich doppelt unter Druck, schreibt der Verband Luzerner Waldeigentümer am Freitag in einer Medienmitteilung. Zunächst könnten einerseits beim Export von Rundholz und Fertigprodukten der Holzindustrie nicht mehr kostendeckende Preise realisiert werden. Der Druck auf die Branche werde zudem durch nochmals massiv billiger werdende Import-Produkte, wie Bretter, Balken, Bauteile oder ganze Fertighäuser, zusätzlich verstärkt.

«Jetzt erst recht»

Der Verband Luzerner Waldeigentümer VLW wendet sich an die Branche weiter mit der Forderung, Ruhe zu bewahren. Die Rundholzverarbeitung soll wie bisher weiter geführt werden. Die Preise will man zudem auf dem aktuellen Niveau halten. Spielraum nach unten sei kaum mehr vorhanden.

Diese Forderungen dürften jedoch nur umzusetzen sein, wenn auch die Konsumenten mitspielen. Das wissen auch die Waldeigentümer. Sie fordern schliesslich dazu auf, trotz Discount-Preisen aus dem Euro-Raum auch weiterhin auf Schweizer Holz zu setzen und fordern ein Bekenntnis der Bevölkerung zur Pflege und Erhaltung des Erholungs-, Schutz- und Nutzraumes Wald.

pd/uus


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