Zentralschweizer Innovationspreis geht nach Rain

LUZERN ⋅ Die Jenny Science AG hat den diesjährigen Zentralschweizer Innovationspreis der Industrie- und Handelskammer gewonnen. Zudem wurden zwei Anerkennungspreise verliehen.

23. September 2015, 01:01

Die Jenny Science AG in Rain hat den Innovationspreis der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz gewonnen. Die Firma mit Sitz in Rain ist ein Familienunternehmen und beschäftigt 18 Mitarbeiter. «Der hohe Innovationsgeist, der im Familienunternehmen herrscht, die stets neuen innovativen Produkte und die Begeisterung der Mitarbeiter haben die Jury überzeugt», sagt Werner Steinegger, Jurypräsident des Innovationspreises 2015. Der Preis, der zum 29. Mal vergeben wird, ist mit 10'000 Franken dotiert.

Der neu entwickelte Linearmotor-Schlitten ELAX® von Jenny Science führt nicht nur stur seine programmierten Bewegungen aus, sondern spürt, wenn etwas nicht mehr stimmt. Er erkennt zum Beispiel in Anlagen bei der Uhrenmontage, ob ein Bauteil wie zum Beispiel das Zifferblatt fehlt oder ob es sich verklemmt hat. Das Herzstück ist der eigenentwickelte, superkleine Linearmotor, der nach dem Prinzip der Magnetschwebebahn linear hin und her fährt. Dank dem neuen Kalibrierverfahren können nun auch Kräfte, die von Aussen wirken, feinfühlig verfasst werden. Die Firma sei die erste Firma auf dem Weltmarkt, welche die Kombination von präziser, linearer Bewegung mit gleichzeitiger Kraftkontrolle anbieten kann, heisst es in einer Mitteilung der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz.

Grundsätzlich läuft der elektrische Motor mit weniger Energie und ist schneller und präziser als Druckluft- oder Spindelantriebe. Hinzu komme die Zuverlässigkeit, denn der Motor laufe mit mehreren 100 Millionen Bewegungszyklen wartungsfrei. Weltfirmen wie Swatch, Philipps, Samsung oder Roche verbauen die Komponenten von Jenny Science in ihren Maschinen und Anlagen. 1992 war die Firma für den weltersten Fahrraddynamo mit Standlicht ausgezeichnet worden.

HINWEIS: Die Feier findet am 16. Dezember statt.

Kriterien der Jury und Anerkennungspreise

Ingesamt 13 Projekte aus den unterschiedlichsten Branchen wurden in diesem Jahr eingereicht. Als Bewertungskriterien stehen Originalität und Höhe des Innovationsgrades, Markterfolg und -potential, Bedeutung für die Zentralschweiz, die unternehmerische Leistung sowie der Nutzen für Gesellschaft und Umwelt im Vordergrund.

Die Anerkennungspreise wurden an die Amphasys AG in Root und die MTE Engineering AG in Luzern vergeben. Amphasys AG ist weltweit Vorreiter in der Analyse von Zellen mittels sogenannter Impedanz-Flusszytometrie. Dem Team ist es gelungen, die Pollenqualität als Grundlage für hochwertiges Saatgut rasch und einfach zu bestimmen. Das ist insofern vielversprechend, da die Qualität des Saatguts für die Ernährung der Weltbevölkerung eine entscheidende Rolle spielt.

MTE Engineering AG entwickelte die Kaffeemaschine Gilda mit einzigartigem, energieeffizienten Dual-Boilersystem und einer hochentwickelten Temperaturregelung und passend dazu eine Kaffeemühle, die mit ihrer patentierten Volumendosierung weltweit ihresgleichen sucht.

pd/rem


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