Grünes Licht für Luzerns grösstes Primarschulhaus

ABSTIMMUNG ⋅ Der Kredit von 53,7 Millionen Franken für den Staffeln-Neubau hat die Hürde der Volksabstimmung spielend genommen. Jetzt macht sich die Stadt im Eiltempo an die Umsetzung des Projekts.
Aktualisiert: 
26.11.2017, 17:00
26. November 2017, 12:48

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

So viel Harmonie und Einigkeit hat in Luzern Seltenheitswert: Als das Stadtparlament im September über den 53,7-Millionen-Kredit für den Neubau des Schul­hauses Staffeln debattierte, gab es von links bis rechts einhelliges Lob für das Projekt.

Das Stadtluzerner Stimmvolk schloss sich am Sonntag dieser Haltung an und sagte mit über 86 Prozent Ja zum Neubau-Kredit. Die Zustimmung war in sämtlichen Quartieren äusserst hoch – am stärksten Ja sagte das Hirschmatt-Quartier mit 91,5 Prozent. Erstaunlich: Im Stadtteil Littau, dem das neue Schulhaus direkt zugute kommt, lag die Zustimmung leicht unter dem städtischen Durchschnitt. Tief war wie üblich auch die Stimmbeteiligung im neuen Stadtteil. Der Staffeln-Neubau ist zusammen mit der Cheerstrasse wohl das wichtigste Ausbauprojekt dieses Jahrzehnts in Littau. Trotzdem reichte dies nicht, um grössere Teile der Littauer Bevölkerung zu mobilisieren.

Es gab keine Einsprachen zum Schulhaus-Neubau

Nach dem Ja zum Baukredit geht es jetzt im Schnellzugstempo an die Umsetzung, um das neue Schulhaus wie geplant im Jahr 2020 zu eröffnen. Das Baugesuch wurde bereits vor der Abstimmung eingereicht, die Bewilligung soll gemäss der städtischen Baudirektorin Manuela Jost demnächst erteilt werden. Einsprachen habe es keine gegeben, so Jost. Anfang 2018 soll mit dem Abriss des alten Staffeln-Schulhauses begonnen werden, unmittelbar danach folgt der Bau des neuen Schulhauses. Dieses soll Platz für rund 500 Schüler bieten und damit zum grössten Primarschulhaus des Kantons Luzerns werden. Diese Grösse braucht es, um das Bevölkerungswachstum in Reussbühl und Littau aufzufangen. Und obwohl das neue Schulhaus noch nicht steht, plant die Stadt bereits dessen Erweiterung. Dann hätte das Staffeln sogar Platz für bis zu 600 Schüler. «Die Erweiterung dürfte aller Voraussicht notwendig sein. Die Frage ist nur, wie schnell wir sie brauchen», sagt Manuela Jost.


Leserkommentare

Anzeige: