Beschwingt in die zweite Hälfte: 1500 Fasnächtler an der Wey-Tagwache

GÜDISMONTAG ⋅ Rund 1500 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler versammelten sich am Güdismontagmorgen auf dem Kapellplatz zur Wey-Tagwache. Die Stimmung war gut – trotz widrigen Wetterbedingungen.
Aktualisiert: 
12.02.2018, 09:00
12. Februar 2018, 08:10

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Schneeregen, Pflotsch: Die Bedingungen am Montagmorgen waren nicht gerade ideal für die Wey-Tagwache. Dennoch strömten ab 5.30 Uhr nach und nach immer mehr Fasnächtlerinnen und Fasnächtler Richtung Kapellplatz in der Luzerner Altstadt. Rund 1500 Frühaufsteher waren es, als vom Schwanenplatz her schliesslich der riesige Wey-Frosch angefahren kam – im Vorjahr waren es 4000. Applaus brandete auf, als dahinter Wey-Zunftmeister Jörg Krähenbühl mit seiner Lebenspartnerin Heidi Burri auftauchte. Mit dabei natürlich auch Weibel Andreas Suppiger und Zunftpräsident Roger Gehri.

Zusammen mit ihrem Gefolge bestiegen sie das eigens für sie errichtete Podium auf dem Kapellplatz. Spätestens als dann die ersten Guuggenmusigen dem Wey-Zunftmeister ihre Aufwartung machten, wurde die Stimmung fasnächtlich-beschwingt. Bohème, Alte Garde, Chottlebotzer und andere Musigen zogen musizierend am Zunftmeister vorbei.

Papierschlangen, vermischt mit Schneeflocken

Dann rüsteten sich die Wey-Zünftler für den grossen Augenblick. Die Konfetti-Kanonen wurden in Stellung gebracht. Punkt 6 Uhr dann ein Knall, und ein Meer von Papierschlangen ergoss sich über die wartende Menge. Es war ein schöner Anblick: Buntes durch die Luft wirbelndes Papier, vermischt mit Schneeflocken.

Danach folgte das obligate Orangen-Auswerfen. Zahlreiche Hände wurden in die Luft gestreckt. Gezielt warfen die Zünftler ihnen die Südfrüchte entgegen. Es gab schliesslich wohl kaum einen Fasnächtler auf dem Kapellplatz, der keine Orange in seiner Hand oder in seiner Tasche wegtrug. Nach einer guten halben Stunde war das Spektakel beendet. Der Wey-Zunftmeister und sein Gefolge machten sich auf den Weg. Nächster Programmpunkt war das Frühstück, um sich für den grossen Umzug am Nachmittag zu stärken.

Die zweite Hälfte der diesjährigen Luzerner Fasnacht hat begonnen.


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