Die Riesen-Eule fliegt davon

REUSSBÜHL ⋅ Die 24 Tonnen schwere Eulenskulptur vor dem Schulhaus Staffeln wurde am Montag aufwendig abtransportiert. Sie musste für die aktuellen Rückbauarbeiten an der Schulanlage weichen.
16. April 2018, 19:05

Gabriela Jordan

gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

Es war ein aufsehenerregendes Schauspiel, das sich am Montag vor dem Schulhaus Staffeln in Reussbühl ereignet hat: Den halben Vormittag lang schwirrten Bauarbeiter der Tiefbaufirma Lötscher um eine riesige Eulenskulptur herum und bereiteten sie aufwendig für den Transport vor. Die Betonskulptur, die in Reussbühl bestens bekannt ist, muss wegen der aktuellen Bauarbeiten beim Schulhaus nämlich fortgeschafft werden. Momentan wird die alte Schulanlage rückgebaut, damit im Sommer mit dem 53 Millionen Franken teuren Neubau begonnen werden kann.

Video: Abtransport Eulenskulptur vor Schulhaus Staffel in Reussbühl

Die alte Schulanlage Staffel in Reussbühl wird derzeit abgebrochen. Damit im Sommer der Neubau des Schulhauses starten kann, muss auch die Eulenskulptur des einheimischen Bildhauers Gottlieb Ulmi weichen. (Luzerner Zeitung, 16.04.2018)

Bis das neue Schulhaus Staffeln steht, erhält die Eule provisorisch einen anderen Platz: Sie wird beim Sitz der Firma Lötscher in Littau deponiert. Voraussichtlich im Sommer 2020 kehrt sie wieder zur Schule zurück.

24 Tonnen schwer und 7,3 Meter lang

«Die Eule ist hier ein Heiligtum und sollte deshalb nicht kaputtgehen», meinte Baustellenleiter Benno Koller lachend. Die Skulptur stammt vom Bildhauer Gottlieb Ulmi, der auch den Littauer Güggel auf der Thorenberg-Brücke geschaffen hat, und wurde 1959 zeitgleich mit der Schulanlage erstellt. Sie ist 24 Tonnen schwer und samt Sockel 7,3 Meter lang – ein Kinderspiel war der Transport deshalb nicht. Von einigen Schaulustigen beobachtet legten die Bauarbeiter schützende Holzbretter um die Kanten der Eule und schnallten die Skulptur sicher an mehreren Ketten fest, um sie daraufhin mit einem Kran vorsichtig auf den Transportwagen zu hieven. Alles verlief glücklicherweise einwandfrei, die Skulptur blieb ganz. Das «Symbol der Weisheit» – wie Gottlieb Ulmi sie selber nannte – kann somit auch in Zukunft wieder über die Reussbühler Schüler wachen.

Der Rückbau des alten Schulhauses ist derzeit in vollem Gang. Laut Benno Koller sollten die Arbeiten noch rund einen Monat dauern, damit im Sommer die Grundsteinlegung des neuen Schulhauses erfolgen kann.


Anzeige: