«Luzern diskutiert»: Bundesrat Guy Parmelin und ein deutscher General sind zu Gast

HOCHDORF ⋅ Das Podium «Luzern diskutiert» von nächstem Mittwoch dreht sich um die Sicherheitspolitik. Dafür konnten die Veranstalter unter anderem Guy Parmelin gewinnen – und den ehemaligen Berater von Angela Merkel.
09. November 2017, 07:07

Diese Gästeliste lässt sich sehen. Am kommenden Mittwoch, dem 15. November, um 18.30 Uhr, treten in der Braui Hochdorf fünf namhafte Persönlichkeiten auf die Bühne von «Luzern diskutiert». Unter diesem Namen wurde das Podium letztes Jahr zum ersten Mal durchgeführt. Schon damals war mit Didier Burkhalter ein Bundesrat zugegen. Und auch dieses Jahr beehrt ein solcher das Podium: Guy Parmelin.

Nach dem Vortrag des Ver­teidigungsministers vor voraussichtlich rund 500 Besuchern kommt es zum Podiumsgespräch mit Urs Breitmeier, CEO der Ruag, Monica Bonfanti, Genfer Polizeikommandantin, Josef Dittli, Urner Ständerat, Vizepräsident der Sicherheitspolitischen Kommission und langjähriger Berufsmilitär, sowie Erich Vad, Brigadegeneral und ehemaliger Berater der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Vor ­allem Letzterer verspricht spannende Beiträge zum Thema ­«Krisen und Kriege – die Sicherheitspolitik im Fokus» zu geben. Der 60-Jährige blickt auf eine langjährige Militärkarriere zurück. Unter anderem diente Vad ein Jahr in Fort Knox, einem Stützpunkt der US-Armee in Kentucky, und gehörte drei Jahre der Nato an. Als Höhepunkt ­seiner Karriere dürfte wohl die Zeit von 2007 bis 2013 gelten, als er militärpolitischer Berater von Angela Merkel war.

«Wir sind verwöhnt mit einer hohen Sicherheit»

Entsprechend freuen sich die ­Organisatoren, dass sie Vad ins Luzerner Seetal holen konnten. Mitorganisator Damian Müller sagt: «Als Ständerat verfüge ich mittlerweile über ein breites Netzwerk, das weit über die Landesgrenzen reicht.» Bei ihrem Gespräch über das Podium habe Vad bereits viele Anekdoten erzählen und Einschätzungen über die sicherheitspolitische Lage in Europa abgeben können. «Er wird das Podium bereichern», ist sich der FDP-Ständerat sicher.

Erich Vad freute sich über die Anfrage «dieses spannenden und hochkarätig besetzten Anlasses», wie er auf Anfrage unserer Zeitung sagt. Zudem trat er schon des Öftern in der Schweiz auf. Zum Thema meint er: «In Europa sind wir verwöhnt mit einer relativ hohen Sicherheit. Es wäre aber fatal, nicht zu sehen, wie verletzlich gerade unsere westlichen Gesellschaften geworden sind. Stichwort: Cybersecurity.» Anlässen wie jenen in Hochdorf sei es zu verdanken, dass sich auch ein breites Publikum mit Fragen der Sicherheit auseinandersetzen könne. «Das ist wichtig, weil die Sicherheit nicht mehr nur unsere Polizisten und Soldaten betrifft, sondern uns alle!»

Vorbereitungen für 2018 laufen bereits

Wenn Damian Müller und Co. rufen, dann kommen sie also. Doch ganz so selbstverständlich ist das nicht, wie der Hitzkircher verrät: «Schon vor über einem Jahr habe ich die diesjährigen Teilnehmer anwerben müssen.» Mit einem Schmunzeln fügt er an: «Deshalb bin ich momentan auch mehr mit der nächstjährigen Durchführung beschäftigt als mit jener von nächster Woche.»

Welche Persönlichkeiten 2018 nach Hochdorf kommen werden, möchte Müller zum aktuellen Zeitpunkt nicht verraten. Die Messlatte hat man nun jedenfalls hoch gelegt. «Unser Anspruch ist es, hochkarätige politische Themen und Teilnehmer in unseren Kanton und das Luzerner Seetal zu holen. Damit möchten wir der Bevölkerung die Möglichkeit geben, sich mit diesen Persönlichkeiten auszutauschen.»

Niels Jost

niels.jost@luzernerzeitung.ch

Hinweis

«Luzern diskutiert» findet am Mittwoch, 15. November, im Kulturzentrum Braui in Hochdorf statt. Türöffnung ist um 18 Uhr und der Eintritt gratis. Platzreservationen unter www.diskutiert.ch möglich.


1 Leserkommentar

Anzeige: