Die Unterführung Unterwalden erhält eine Weltneuheit

NEUENKIRCH ⋅ Die Unterführung Unterwalden erhält eine Weltneuheit – eine Eisenbahnbrücke aus ultrahochfestem Faserbeton. Das Baumaterial soll die Lebensdauer der Brücke verlängern.
10. November 2017, 15:21

Die SBB erneuern am Sonntag die Unterführung Unterwalden, die gut 500 Meter vom Bahnhof Sempach-Neuenkirch Richtung See unter den Gleisen hindurchführt.

Der Name des für die neue Brückenplatte verwendeten Baumaterials klingt futuristisch: Es besteht aus «ultrahochfestem Faserbeton», teilen die SBB mit. «Dies ist weltweit die erste Eisenbahnbrücke aus diesem neuartigen Baustoff», sagt Medien­sprecher Olivier Dischoe.

Höhere Lebensdauer als herkömmlicher Beton

Mit diesem «ultrahochfesten Faserbeton» erhoffen sich die SBB eine höhere Lebensdauer als bei gewöhnlichem Beton. «Die Brückenplatte soll 100 Jahre halten», so Dischoe. Denn der neuartige Faserbeton, der international bereits für Gebäude oder andere Brücken eingesetzt wird, ist sehr dicht, weist daher eine hohe Festigkeit auf und lässt sich gut verarbeiten. Hinzu kommt, dass damit tragende Strukturen «leicht und mit komplexen Geometrien» gebaut werden können. «Das spart Material, beschleunigt das Bauverfahren und senkt die Kosten», sagt Dischoe.

Rund 800 000 Franken kostet die neue, 20 Tonnen schwere Brückenplatte. Sie wird um zirka 18.30 Uhr montiert. Für den Zugverkehr gibt es laut Dischoe aber nur kleine Einschränkungen.

jon


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