Freizeitpark nimmt Fahrt auf

SCHÜPFHEIM ⋅ Ein Verein plant einen Skatepark inklusive einer Anlage mit Bodenwellen – ein Novum in der Deutschschweiz. Der Gemeinderat unterstützt das Projekt, doch die Finanzierung steht noch nicht ganz.
04. Dezember 2017, 08:09

Mit Rollschuhen, Kickboards, Velos oder Skateboards sollen Jung und Alt in Schüpfheim bald über einen sogenannten Pumptrack fahren können. Das ist eine Asphaltbahn mit Bodenwellen und Steilwandkurven, durch die man ohne nochmals anzugeben mit nur einem Anlauf fahren kann.

Während es in Kriens bereits einen Pumptrack gibt, wird in Schüpfheim zusätzlich eine Skate­anlage entstehen, wie der «Entlebucher Anzeiger» berichtet. «Diese Kombination ist in der Deutschschweiz einzigartig, deshalb erwarten wir Besucher aus der ganzen Schweiz», sagt Bruno Schnider, Initiator des Projekts und Präsident des Trägervereins. An Spitzentagen erwartet er bis zu 100 Besucher pro Tag.

Gemeinde verschenkt das Baurecht

Bei der Gemeinde Schüpfheim kommt das Projekt gut an: Sie unterstützt es sowohl finanziell als auch mit dem geschenkten Baurecht. Denn das Areal gehört der Gemeinde. «Die Anlage ist eine super Idee. Solche Initiativen wollen wir fördern», sagt Martin Hug, Geschäftsführer der Gemeinde Schüpfheim. «Ausserdem ist die Lage perfekt: In fünf Minuten kommt man vom Bahnhof zum Park.» Die neue Anlage wird vom Trägerverein geleitet. Dieser wird auch für den Unterhalt des Parks verantwortlich sein. «Geht alles nach Plan, sollte der Park bereits im Sommer stehen», meint Schnider. Die Umsetzung des Parks soll laut dem Verein 495000 Franken kosten. Einen Viertel bringt der Verein selbst auf. Ein weiterer Viertel soll durch Sponsoren gedeckt werden. Die übrigen Kosten sollen durch den Beitrag der Gemeinde sowie von Geldern aus Stiftungen und Fonds gedeckt werden. Die Geldgeber wurden noch nicht offiziell angefragt. «Von einigen grösseren Firmen haben wir aber schon inoffizielle Zusagen erhalten, dass sie uns unterstützen», sagt Schnider.

Verein geht auf Sponsorensuche

Der Gemeindebeitrag über 200 000 Franken steht bereits fest: An der Gemeindeversammlung wurde das Budget und somit der Beitrag an den Skatepark angenommen. Beim Trägerverein sorgt dies für Erleichterung: «Nun haben wir ein gutes Startkapital», so Schnider. In einem nächsten Schritt sollen nun die restlichen Geldgeber gefunden werden. Durch die deutliche Annahme der Investitionsrechnung durch die Bürger kann der Betrag für die Anlage in Aussicht gestellt werden. Eine Ablehnung wäre durchaus möglich gewesen, da für 2018 insgesamt 7,5 Millionen Franken an Investitionen geplant sind und ein leichtes Minus budgetiert wurde. Der Geschäftsleiter blieb aber zuversichtlich und behielt Recht damit: «Das lag sicher auch daran, dass mit dem Projekt zwei Fliegen auf einen Schlag erwischt wurden.» Zusätzlich zur Anlage werde es auf der Parzelle nämlich 40 neue Parkplätze geben, die notwendig seien.

 

Jessica Bamford

jessica.bamford@luzernerzeitung.ch


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