Frischzellenkur für das Radisson Blu in Luzern

HOTELLERIE ⋅ Fast zwei Jahre lang wurde geplant, dann erhielten innerhalb von fünf Monaten die Zimmer des Radisson Blu ein neues Outfit. Davon profitieren nicht nur die Gäste.
14. April 2018, 13:15

Als Ernst Maréchaux hinter dem Luzerner Bahnhof ein Hotel baute, gaben ihm viele nicht viel Kredit. Inzwischen konnte sich das Radisson Blu etablieren. Heute zählt das Vier-Sterne-superior-Hotel zu einem der führenden Häuser auf dem Platz Luzern. Seit der Eröffnung im Jahre 2006 zählte es über eine Million Gäste - vorwiegend aus Südostasien, Indien, China, Amerika, Deutschland, der Schweiz und Skandinavien.

Nun hat das Haus am See die erste grössere Sanierung hinter sich. Es war sozusagen eine Frischzellenkur. Für insgesamt 5,6 Millionen Franken wurden die 165 Zimmer erneuert, die Gänge heller gemacht und die Lüftung verbessert. Finanziert wurde der Umbau von Ernst Maréchaux und das zu «100 Prozent aus Eigenmittel», wie er betont: «Wir waren in den vergangenen zwölf Jahren erfolgreich unterwegs. Mit der Sanierung sorgen wir dafür, dass dies so bleibt.»

In allen Zimmern wurde Parkett verlegt und bis auf wenige Ausnahmen die Schreibtische entfernt. «Der Schreibtisch ist eigentlich immer im Weg, deshalb haben wir, wo immer wir konnten, darauf verzichtet», sagt General Manager Markus Conzelmann. Die Zimmer wirken mit der Sitzecke und dem drehbaren Stuhl sowie dem mobilen Tisch grösser, geräumiger oder wie es Conzelmann ausdrückt: «Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass sich der Gast ausbreiten kann.» Augenfälligste Neuerung ist daneben das Farbkonzept. Die Zimmer nehmen die verschiedenen Farbtöne der Hausfassade auf und führen sie weiter.

Für Planung und Umsetzung zeichnete das Zürcher Innenarchitektur-Büro Iria Degen Interiors verantwortlich. Für erstere nahm man sich mit fast zwei Jahren viel Zeit, dafür konnten die eigentlichen Bauarbeiten innerhalb von fünf Monaten abgewickelt werden, ohne dass darunter der Hotelbetrieb gross litt.

Neue Zimmer mit kostenlosem Highspeed-Internet sowie ein AirPlay-System, so dass die eigenen Geräte kabellos mit dem TV- und Lautsprecher-System verbunden werden können: Die Gäste kommen in den Genuss von einigen Vorzügen. Das Hotel selber profitiert von neu bis zu sechs anstelle von heute maximal drei Preiskategorien. Man sei damit nicht nur flexibler bei der Preisgestaltung, so Markus Conzelmann, sondern habe auch den Grundstein zu mehr Umsatz gelegt.

(bu)


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