Luzerner Gemeinden präsentieren ihre Budgets

FINANZEN ⋅ In diesen Wochen finden zahlreiche Gemeindeversammlungen statt. Im Zentrum: der Voranschlag 2018. Während Weggis einen Steuerrabatt gewähren will, kämpfen andere Gemeinden mit einem Minus.
15. November 2017, 06:51

Grosswangen

Höhere Kosten für Pflege

Der Gemeinderat rechnet für 2018 mit einem Minus von 370 000 Franken. Der Gesamtaufwand beträgt rund 21,4 Millionen Franken. Für die Mehrkosten gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem der um 80 500 Franken höhere Nettoaufwand in der allgemeinen Verwaltung verantwortlich. Hier schlagen höhere Besoldungskosten, der Wegfall der Steuerinkassoprovisionen sowie tiefere Gebühreneinnahmen zu Buche. Auch die Pflegefinanzierungskosten steigen – und zwar um 74 400 Franken gegenüber dem Vorjahresbudget. Trotzdem will der Gemeinderat am Steuerfuss von 2,1 Einheiten festhalten. Die Gemeindeversammlung findet am 27. November statt.



Mauensee

Schwarze Zahlen

Der Voranschlag 2018 schliesst 194 100 Franken im Plus. Dies bei einem Gesamtaufwand von 6,2 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll bei 2,1 Einheiten belassen werden. Insbesondere der Steuerertrag konnte gesteigert werden. An der Gemeindeversammlung vom 28. November wird der Gemeinderat nicht nur das Budget und den Finanzplan vorlegen; auch die Abrechnung über den Sonderkredit für die Sanierung von Gemeindebauten ist ein Thema.



Schenkon

Plus dank Erbschaft

Im kommenden Jahr rechnet der Gemeinderat mit einem Plus von 43 900 Franken. Der Gesamtaufwand beträgt knapp 13,8 Millionen Franken. Das positive Resultat ist auf einen «ausserordentlich hohen Erbschaftssteuerfall» zurückzuführen, wie der Gemeinderat in der Botschaft schreibt. Auf der Kostenseite fallen höhere Kantonsbeiträge an die Ergänzungsleistungen und für den kantonalen Finanzausgleich ins Gewicht. Der Steuerfuss soll auf 1,3 Einheiten belassen werden. Die Gemeindeversammlung findet am 28. November statt.



Schlierbach

Plus trotz Sparpaket KP 17

Die Stimmbürger können an der Versammlung vom 23. November über wichtige Geschäfte der Gemeinde befinden. So auch über die Beteiligungsstrategie und den Voranschlag 2018. Dieser sieht ein Plus von 36 080 Franken bei einem Gesamtaufwand von rund 3,7 Millionen Franken vor. Der Steuerfuss soll auf 1,75 Einheiten belassen werden. Der Gemeinderat will das Plus zur Umsetzung der Immobilienstrategie und für den Schuldenabbau verwenden. Unabhängig davon werde die Gemeinde nächstes Jahr über das kantonale Sparpaket KP 17 mit rund 60 000 Franken belastet.



Schüpfheim

Griff ans Eigenkapital

Der Gemeinderat beantragt an der Gemeindeversammlung vom 29. November, den Voranschlag 2018 zu genehmigen. Dieser sieht bei einem Gesamtaufwand von 25,3 Millionen Franken ein Minus von rund 173 000 Franken vor. Es soll dem Eigenkapital belastet werden, dessen Polster Ende 2016 knapp 10 Millionen Franken dick war. Für das Minus ist unter anderem die Erhöhung der Gemeindebeiträge in der Pflegefinanzierung verantwortlich. Der Steuerfuss soll auf 2,3 Einheiten belassen werden. An der Gemeindeversammlung werden zudem Kredite für den Kauf eines Tanklöschfahrzeugs und einer Stockwerkeigentumseinheit für die Feuerwehr unterbreitet.



Weggis

Budget schliesst im Plus

Der Gemeinderat präsentiert an der Gemeindeversammlung von Montag, 20. November, einen Voranschlag 2018 mit einem satten Plus: rund 2,6 Millionen Franken Ertragsüberschuss bei einem Gesamtaufwand von rund 29 Millionen Franken. Entsprechend beantragt der Gemeinderat, den Steuerfuss bei 1,55 Einheiten zu belassen und einen Steuerrabatt von einer Zehnteleinheit für das kommende Jahr zu gewähren. Grund für die tiefschwarzen Zahlen ist laut dem Gemeinderat der steigende Steuerertrag. Dieser wiederum sei in der wachsenden Zahl von Zuzügern mit hoher Steuerkraft zu erklären.



Werthenstein

Rote Zahlen budgetiert

Ein Minus von rund 200 000 Franken bei einem Gesamtaufwand von 11,3 Millionen Franken: So sieht der Voranschlag 2018 von Werthenstein aus, den der Gemeinderat am 4. Dezember vorlegen wird. Hauptgrund für das Minus ist das kantonale Sparpaket KP 17. Ausserdem wird mit höheren Ausgaben bei Bildung und Sozialwesen gerechnet. Der Steuerfuss soll auf 2,4 Einheiten bleiben.


(red)


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