Gesucht: De beschti Grend 2018

FASNACHT LUZERN ⋅ Auch dieses Jahr sucht unsere Zeitung mit dem LFK «de beschti Lozärner Fasnachtsgrend». 360 Fasnächtler erschienen am Schmutzigen Donnerstag zum Fotoshooting im Hotel Schweizerhof. Ab Samstag läuft das Voting: Geben Sie ihrem Favorit die Stimme.
08. Februar 2018, 18:49

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

Eines muss man den Luzernern lassen: Ihre Kreativität und bastlerischen Fertigkeiten sind schier unendlich. Das zeigte sich am Donnerstag – einmal mehr – im Hotel Schweizerhof, anlässlich der Anmeldung zum «beschte Grend». Rund 360 Fasnächtlerinnen und  Fasnächtler liessen sich mit ihrem rüüdige Grend im Schweizerhof ablichten.

Da wäre etwa die Familie Stoop aus Neudorf, die in ihren kunterbunten Kostümen Putzteufel darstellte. Die Inspiration dazu hatte Mama Sandra. «Mir fiel auf, dass Putzsachen so bunt sind und fand, daraus sollte man an der Fasnacht etwas machen.» Und lachend fügt sie an: «Es heisst ja, an der Fasnacht soll man sich als etwas verkleiden, was man sonst nicht ist.» Es ist das erste Mal, dass die Stoops einen Grend gebastelt haben. Dabei stiessen sie zu Beginn etwas an ihre Grenzen. Sandra Stoop: «Ich hatte gehofft, im Internet eine Anleitung zu finden oder auf Youtube ein Video.» Vergeblich. Sie musste selbst kreativ werden. Um anderen dies im nächsten Jahr zu erleichtern, filmte sie den Vorgang kurzerhand selbst und stellte das Video auf Youtube

Auch hawaiianische Wildschweine konnte man antreffen. Michèle Bottlang und Beno Scheidegger aus dem zürcherischen Rorbas kommen immer wieder an die Lozärner Fasnacht. Seit sieben Jahren basteln sie aufwendige Grende.

Abstraktes und Traditionelles

Eine besonders kreative Eingebung hatten auch Gabriela und Armin Disler aus Emmen. Tintenfass und Tintenspass ist ihr Motto. Sie wollen das Schreiben fördern. «Mit all den technologischen Mitteln gehen handgeschriebene Briefe und Karten unter», sagt Gabriela Disler. Inspiriert von ihrem Bettanzug, der kalligrafische Elemente enthält, verarbeitete sie diesen zu ihrem Kostüm. Auch das Motto «Kopf-an-Kopf-Rennen» der Familie Meyer aus Luzern darf unter der Kategorie besonders kreativ verbucht werden. Entstanden sei das Sujet laut Vater Sämi aus einer Bieridee. Ihre Grende bestehen nur aus Karton, die Velos der Kinder umgibt (wohl) eine Staubwolke.

Auch aktuelle Sujets fanden den Weg in den Schweizerhof. Der Küssnachter Markus Tschopp nahm den Palace-Ausverkauf zum Anlass für seinen Grend.

Neben diesen aussergewöhnlichen Sujets gibt es auch immer wieder Klassiker zu bestaunen. Die 75-jährige Hexe Kunigunde etwa. Ausgerüstet mit Tarot-Karten, Glaskugel und Handlese-Fertigkeiten prophezeit diese der Autorin dieser Zeilen ein langes Leben mit vielen Reisen. Rüüdig guet!

  • Die Familie Thrier gewinnt mit ihrem Sujet «Nasengrübler» in der Familienkategorie. (© Dominik Wunderli / LZ (Luzern, 13. Februar 2018))
  • Die Familie Staub erreicht mit dem Sujet «Tim und Struppi» den zweiten Platz. (© Familie Staub)
  • Auf den dritten Platz wählten die Leser und Leserinnen die «Bergsteiger» der Familie Zürcher. (© Dominik Wunderli / LZ (Luzern, 13. Februar 2018))

Auch dieses Jahr suchte unsere Zeitung mit dem LFK «de beschti Lozärner Fasnachtsgrend». 360 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler erschienen am Schmutzigen Donnerstag zum Fotoshooting im Hotel Schweizerhof. Am Güdisdienstag wurden nun die Gewinner bekannt gegeben.

Video: De beschti Grend 2018

Auch in diesem Jahr prämiert unsere Zeitung «De beschti Grend» der Lozärner Fasnacht. Über 120 Fasnächtler liessen es sich nicht nehmen, sich vor der Kamera zu präsentieren. Die Sujets sind wie immer total ausgefallen, wie unser Video zeigt. (Jonas von Flüe, 08.02.2018)

Video: Tutorial: Einen Grend selber machen

Leserin Sandra Stoop erklärt, wie man eine Maske für die Luzerner Fasnacht selber machen kann. (, 08.02.2018)




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