14 Millionen Franken für Hochwasserschutz im Littauerboden

LUZERNER KANTONSRAT ⋅ Das Industriegebiet von Littau und Emmenbrücke kann besser vor Hochwasser geschützt werden. Der Kantonsrat hat dafür 14 Millionen Franken gutgeheissen. Damit soll der Abfluss der Kleinen Emme im Littauer Boden verbessert werden, um etwa das Stahlwerk Swiss Steel vor künftigen Überschwemmungen zu schützen.
15. Mai 2017, 12:07

Das Geschäft war im Parlament unbestritten. Der Kantonsrat stimmte dem Kredit einstimmig zu. Eine Diskussion gab es nicht.

Der Bund dürfte sich mit über sechs Millionen Franken am Vorhaben beteiligen, auch die Gemeinden Luzern und Emmen sowie Private werden in die Pflicht genommen. Der Kanton Luzern wird wohl rund 4,2 Millionen Franken ans Projekt beitragen müssen.

Nach dem Hochwasser von 2005 hatte der Kanton Luzern entschieden, die Kleine Emme zwischen dem Zufluss der Fontannen im Entlebuch bis zur Mündung in die Reuss in Emmenbrücke etappenweise auszubauen. Es handelt sich um eine Strecke von 23 Kilometern.

Das vorliegende Bauvorhaben, das die Industrie im Littauerboden schützen soll, ist rund 1,1 Kilometer lang. Die Kleine Emme sei hier stark verbaut, erklärte der Regierungsrat. Es ergäben sich nur wenige Möglichkeiten, um den Gewässerraum zu erweitern.

Geplant ist, das linke und rechte Ufer mit neuen Mauern und steileren Böschungen auszubauen. Die Flusssohle wird strukturiert, die Schwellen werden zurückgebaut. Ziel ist es, die Abflusskapazität zu erhöhen.

Kommt es zu keinen Verzögerungen, sollen die Arbeiten 2017 und 2018 ausgeführt werden. (sda)


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