Jubiläumskonzert des Jodlerklubs Burgfründe mit prominenten Gästen

ROTHENBURG ⋅ Der Jodlerklub Burgfründe Rothenburg setzt mit den beiden Jubiläumskonzerten einen würdigen Schlusspunkt unter das 50-Jahr-Jubiläum. Es war Jodelgesang auf höchsten Niveau, mit prominenten Gästen.
04. November 2017, 10:46

Der Jodlerklub Burgfründe aus Rothenburg ist 50 Jahre alt und feiert. Die beiden Jubiläumskonzerte von Freitag und Samstag setzen den Schlusspunkt unter eine Reihe von Jubiläumsveranstaltungen. Einer der Höhepunkte des Vereins war die Trachtenweihe Ende September (wir berichteten).

Der jubilierende Klub steht seit 12 Jahren unter der musikalischen Leitung von Trudy Strebel-Planzer. Unter ihrer Leitung erreichten die Jodlerinnen und Jodler des Jodlerklubs Burgfründe am Eidgenössischen Jodlerfest in Brig (22.-25.6.17) die Bestnote (1 = sehr gut).

«Trudi Strebel-Planzer hat uns mit voller Kraft in Brig zur Bestnote geführt», erklärte Vereinspräsident Fredi Krummenacher den rund 500 Konzertbesuchern in der ausverkauften Chärnshalle in Rothenburg. Der Präsident dankte der musikalischen Leiterin für ihren unermüdlichen Einsatz. Der Jubiläumsabend am Freitag in der Chärnshalle war abwechslungsreich und gespickt mit vielen Höhepunkten. Am heutigen Samstagabend folgt ein weiteres Konzert, mit anderen Gastformationen.

Ein guter, musikalischer Querschnitt

Das Konzert bot einen reichhaltigen Querschnitt durch die schweizerische Jodelkomponisten-Szene. Zur guten Stimmung trugen die Gastformationen bei, unter anderem die neun Blechbläser «Legastoniker»aus Horw, die jodelnden Geschwister Rymann aus Giswil, das «Wärchtigschörli Roteborg» und das Schwyzerörgeli-Trio «Immer spitz». Mit dem Jodellied «Am Morge» des Entlebuchers Franz Stadelmann gelang dem Jubilar ein glänzender Einstieg. Harmonische Jodelkultur zeigten die Rothenburger im Jubiläumsjuitz der Obwaldner Komponistin Margrit Spichtig-Hofer. «Heimweh» gabs im Doppelpack: Während das Wärchtigschörli den Hit des deutschen Schlagersängers Freddy Quinn aus den fünfziger Jahren intonierte und damit die Ü-60-Generation begeisterte, setzte die Blechband «Legastoniker» auf «Heimweh» der Berner Mundartrocker «Plüsch».

Ruedi Rymann bleibt unvergessen

Die Geschwister Rymann (Silvia, Annemarie und Peter Rymann) zählen zu den ganz Grossen in der Jodlerszene. Ihr Jodelgesang ist ein Klangerlebnis allererster Güte und geht unter die Haut. Die Töchter des unvergesslichen Jodlers und Komponisten Ruedi Rymann (1933-2008) begeistern mit ihren warmen Naturstimmen immer wieder. Bei alle ihren Vorträge werden sie jeweils von ihrem Bruder Peter Rymann am Schwyzerörgeli begleitet. In ihren Liedern lassen sie die Verbundenheit zur Heimat und Natur spüren.

Mit dem Rymann-Potpourri «Jetzt wemmer eis jödele», erinnerten die Geschwister an das musikalische Schaffen ihres Vaters. Selbstverständlich durften in diesem Potpourri Hits wie «Dr Gemsjäger» und «Dr Schacher Seppli» nicht fehlen. Die drei Geschwister kamen nicht mit leeren Händen an die Geburtstagsfeier. «Zuerst dachten wir an ein Feuerwerk als  Geschenk. Doch das hätten wir ‹nid vermegä›», sagte Spassvogel Peter Rymann. Statt Feuerwerk gabs aber einen Laib würzigen «Schacher Seppli Alpkäse» von der Fluonalp ob Giswil.

Monika van de Giessen

region@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Weiteres Konzert, heute Samstag, 20 Uhr. Chärnshalle Rothenburg. Türöffnung 18.30 Uhr. Es hat noch einige wenige freie Plätze. Billette sind an der Abendkasse erhältlich. 

 


Leserkommentare

Anzeige: