Kinderhilfe Bethlehem strebt in Kinderklinik Spezialisierung an

KINDERHILFE ⋅ Die Kinderhilfe Bethlehem will in ihrem Caritas Baby Hospital im Westjordanland neben der Grundversorgung vermehrt auch spezifische Krankheiten bekämpfen. Dies hat die Generalversammlung am Dienstag in Luzern entschieden. Neu sollen sich Eltern mit einem gewissen Einkommen an den Behandlungskosten beteiligen.
13. Juni 2017, 17:32

In dem Spital wurden 2016 über 46'000 Babys und Kinder ambulant oder stationär behandelt. Das Gesundheitswesen in Palästina habe sich in den letzten Jahren stark verändert, teilte die Kinderhilfe Bethlehem mit. Die medizinische Grundversorgung sei deutlich besser geworden.

Das Angebot des Spitals wird nun den neuen Bedingungen angepasst. Im Zuge der neuen Strategie werde der medizinische Fokus vermehrt auf die Neugeborenen-Intensivpflege, auf Neurologie und auf Lungenkrankheiten gelegt, teilte die Kinderhilfe Bethlehem mit. Hier sei der Bedarf nach einer umfassenden Behandlung besonders gross.

Geändert wird auch die Finanzierung des Spitals. Es solle sichergestellt werden, dass die Spendengelder den Ärmsten und Bedürftigsten zu Gute kämen, heisst es in der Mitteilung. Familien, die über ein gewisses Einkommen verfügten, sollten sich künftig in angemessenem Rahmen an den Behandlungskosten beteiligen.

sda


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