Knappes Strassenangebot: Rontal erarbeitet Gesamtverkehrskonzept

LUZERN ⋅ Wer im Luzerner Rontal unterwegs sein will, soll dies vermehrt mit Bus oder S-Bahn tun, in die Pedalen treten oder die Wegstrecke auf Schusters Rappen bewältigen. Anders kann das erwartete Mobilitätswachstum nicht bewältigt werden, denn neue Strassen sind vorderhand nicht geplant.
09. Januar 2018, 11:15

Die im Osten Luzerns gelegenen Gemeinden Buchrain, Dierikon, Ebikon, Gisikon, Honau, Inwil und Root haben zusammen mit dem Kanton, dem Verkehrsverbund und dem regionalen Entwicklungsträger Luzern Ost ein Gesamtverkehrskonzept erarbeitet. Die Bevölkerung kann im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkung dazu Stellung beziehen.

Gemäss einer Mitteilung wird für das Gebiet Luzern Ost bis 2030 der Verkehr zunehmen. Ein Ausbau des Strassennetzes für die Autos ist aber in diesem Zeitraum nicht vorgesehen.

Da die vorhandene Kapazität der Strassen für den erwarteten Mehrverkehr nicht ausreicht, braucht es gemäss Mitteilung Massnahmen, um längere Staus zu verhindern. Dazu gehören etwa ein Ausbau des Velowegnetzes, eine Bevorzugung der Busse, oder auch der neue Bushub in Ebikon sowie die Verlängerung der Trolleybuslinie 1.

Solche Massnahmen sollen dazu beitragen, dass sich das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung ändert. Entscheidend dafür, dass der Verkehr rollen könne, sei, dass dieser kontinuierlich vom Auto zum öffentlichen Verkehr oder zum Fuss- und Fahrradverkehr verlagert werde, heisst es im Communiqué.

Eine verkehrliche Entlastung des Rontals erwarten die Planer erst nach 2030. Dann sollen Grossprojekte wie der Bypass und die Spange Nord für die Strasse oder der Durchgangsbahnhof in Luzern realisiert werden. (sda)


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