Schlössli Utenberg: Kulturraum soll neben Firmensitz bestehen

LUZERN ⋅ Die Rokoko AG, Baurechtsnehmerin des stadteigenen Schlösslis Utenberg, will das zweite Obergeschoss als Firmensitz nutzen. Das hat den Luzerner Unternehmens­juristen Loris Fabrizio Mainardi auf den Plan gerufen.
10. Januar 2018, 04:39

Loris Fabrizio Mainardi reichte beim Regierungsrat eine aufsichtsrechtliche Anzeige gegen den Luzerner Stadtrat ein – mit der Begründung, dass der Firmensitz gegen die Bau- und Zonenordnung (BZO) verstösst. In der Tourismuszone müssen 80 Prozent der Gebäude öffentlich genutzt werden, das zweite Obergeschoss des Schlösslis nehme aber rund 30 Prozent der Fläche ein (Ausgabe vom 28. Dezember).

Rokoko-Verwaltungsratspräsident Daniel Widmer sagt nun auf Anfrage, dass man die BZO einhalten werde. Neben dem Firmensitz entstünden im zweiten Obergeschoss ein Seminar- und Kulturraum sowie ein Dienstraum für die Mitarbeiter des Rokoko-Cafés, das sich im Erdgeschoss befindet und voraussichtlich im April eröffnet werden soll. Weil der Renovationsaufwand grösser als ursprünglich geplant ist und noch Abstimmungen mit der Denkmalpflege notwendig sind, hat sich der Zeitplan etwas verzögert. «Wir wollen der Seele des Schlösslis den grösstmöglichen Respekt entgegenbringen, das ist aufwendig», so Daniel Widmer.

red


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