Luzerner BDP steht bei Wahlen künftig nicht mehr an der CVP-Seite

LUZERN ⋅ Die Luzerner CVP kann bei den kommenden Kantons- und Nationalratswahlen nicht mehr auf die Unterstützung der BDP zählen. Letztere strebt künftig Listenverbindungen mit EVP, IP und den Parteilosen an.
11. August 2017, 10:41

Es könne nicht das Ziel der Kleinparteien sein, den grösseren Mitteparteien die bestehenden Sitze zu sichern, schreibt die BDP Kanton Luzern am Freitag in einer Mitteilung. Es sei ihr Ziel, bei den Wahlen 2019 eine neue Stimme in den Kantonsrat zu heben.

Die BDP kritisiert in diesem Zusammenhang etwa «die einseitigen Sparpakete, die ungerechte Unternehmenssteuer» oder das Vorgehen rund um den Tiefbahnhof Luzern.

Die erwähnten Kleinparteien sind im Kantonsrat derzeit nicht vertreten, bei den letzten Wahlen kam die BDP auf 0,88 Prozent der Stimmen, die EVP holte 0,2 Prozent und 0,04 Prozent der Wähler stimmten für die Parteilosen. Während die BDP damals in den einzelnen Wahlkreisen mehrheitlich Listenverbindungen mit der CVP einging, spannten EVP und Parteilose mit der GLP zusammen.

Bei den Nationalratswahlen 2015 waren BDP und EVP mit CVP und FDP eine Listenverbindung eingegangen. Damit kämpften sie gemeinsam um Restmandate. Zusammen holten sie fünf Sitze, wovon zwei an die FDP und drei an die CVP gingen. Mit 1,4 Prozent Stimmenanteil (BDP) und 0,6 Prozent (EVP) waren die beiden Parteien weit entfernt davon, einen der zehn Sitze zu erobern. (sda)


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