Luzerner Kriminalgericht fällt drei Urteile zu Kokainhandel

JUSTIZ ⋅ Das Luzerner Kriminalgericht hat zwei Männer, die an der Einfuhr von Kokain beteiligt waren, sowie einen dealenden Kokainkonsumenten wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen weiterer Delikte verurteilt. Die Drei sind geständig, die im abgekürzten Verfahren gefällten Urteile rechtskräftig.
10. Januar 2018, 00:05

Ein 62-jähriger Franzose erhielt eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren und einen Landesverweis von zehn Jahren. Sein Gehilfe, ein 44-jähriger Italiener, wurde mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren belegt und wird für fünf Jahre des Landes verwiesen.

Sie waren im Rahmen einer umfangreichen Aktion der Luzerner Staatsanwaltschaft gegen einen mutmasslichen Kokainhandel im grossen Stil ins Visier der Justiz geraten.

Die Verurteilten importierten Kokain in die Schweiz oder versuchten zumindest, dies zu tun. Der Franzose hatte im Dezember 2016 aus der Dominikanischen Republik fast zwei Kilo Kokain in die Schweiz geschafft. Drei Mal arbeitete er danach mit dem Italiener zusammen: Der Import von zwei Kilogramm Kokain aus Peru schlug fehl, doch gelang die Einfuhr von 250 Gramm und 700 Gramm aus den Niederlanden.

Unmittelbar nach diesem letzten Import im Februar 2017 wurden die beiden Männer in der Schweiz verhaftet, zusammen mit einem weiteren Mann, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft zunächst Abnehmer des Kokains war und später Mitorganisator der Lieferungen und enger Vertrauter. Zum Kreis gehört habe auch dessen Freundin.

Von dieser Frau respektive von deren angeblichen Tante bezog ein 38-jähriger Schweizer von Januar 2016 bis Januar 2017 830 Gramm Kokain für 54'000 Franken. Einen Teil konsumierte er selbst, einen Teil verkaufte er, um seinen eigenen Konsum zu finanzieren. Er wurde vom Gericht zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten verurteilt, dies bei einer Probezeit von zwei Jahren. (sda)


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