Luzerner Lehrer erhalten digitalen Arbeitsplatz

BILDUNG ⋅ Die Lehrerinnen und Lehrer der Luzerner Kantonsschulen und Berufsfachschulen werden in ihrem Unterricht künftig auf persönlichen Computern arbeiten. Dabei können sie wählen, ob sie ein eigenes Gerät oder eines vom Kanton verwenden wollen.
Aktualisiert: 
04.12.2017, 21:00
04. Dezember 2017, 11:55

Nicht nur Schüler und Lehrlinge, auch Lehrer sollen sich künftig flexibler am Arbeitsplatz bewegen. «Die Informatikstrategie des Bildungs- und Kulturdepartements sieht vor, dass an den Schulen mobile Endgeräte zunehmend die festen PC-Arbeitsplätze ablösen», heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Montag. Ab Frühjahr 2018 sollen auch Lehrpersonen der Kantonsschulen und Berufsfachschulen entsprechend ausgerüstet werden.

Wie schon bei den Schüler-Laptops warten auch bei dieser Massnahme zwei Schulen zu: Willisau und Beromünster werden noch keine neuen Geräte anschaffen. Die Planung für den Systemwechsel sei dort noch im Gange, sagt Hans-Peter Heini, Departementssekretär des Bildungs- und Kulturdepartements auf Anfrage. Weil die Schulen erst gerade neue Geräte angeschafft haben, verschiebt sich der Wechsel wohl um ein bis zwei Schuljahre. In Willisau gibt man sich zudem, wie schon bei den Laptops für Schüler, zurückhaltend. Man will keine teuren Geräte anschaffen, wenn deren Vorteile für den Unterricht noch unklar sind.

Kanton bleibt dank privater Geräte im Budget

Ob im kommenden Schuljahr oder etwas später, Lehrpersonen haben künftig zwei Optionen: Sie können ein fixfertig konfiguriertes Kantonsgerät anfordern, bei dem auch der technische Support übernommen wird.

Sie sollen aber vermehrt auch ihr eigenes Gerät verwenden – auch hier kommt die «Bring Your Own Device»-Strategie zur Anwendung. Dafür bietet ihnen der Kanton eine Entschädigung von 300 Franken pro Jahr an. Der Kauf und der Unterhalt des Gerätes ist dann aber Sache des Besitzers – technische Unterstützung durch den Kanton sei grundsätzlich nicht vorgesehen.

Die Kosten sollen im bisherigen Budget bleiben – Mehrkosten würden durch das Wegfallen stationärer Arbeitsplätze und vermehrtem Einsatz eigener, privater Geräte kompensiert. Für die 1500 Lehrpersonen der Kantonsschulen und Berufsfachschulen werden die Kosten mit 450 000 Franken veranschlagt. Die Umstellung soll innerhalb von zwei Jahren erfolgen. Beim Kanton wird bei neuen Geräten mit einer Lebensdauer von fünf Jahren gerechnet.

 

Urs-Ueli Schorno

ursueli.schorno@luzernerzeitung.ch

 


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