Luzerner Natur-Museum widmet sich Kräutern und der Heilkunst

AUSSTELLUNG ⋅ Um 29 Heilpflanzen und 7000 Jahre alte Heilkunst drehen sich zwei Sonderausstellungen im Natur-Museum Luzern, die am Freitagabend Vernissage feiern. Hinter den beiden Projekten stehen der Wildnispark Sihlwald und die Kantonsarchäologie Luzern.
18. November 2017, 18:30

Ob im Tee, im Duschgel oder auf dem Teller: Die Ausstellung "Wohl oder übel. Für alles ist ein Kraut gewachsen" des Wildnisparks zeigt auf, wo Kräuter im Alltag verwendet werden. Die Museumsbesucher begeben sich auf die Spur von 29 Heilpflanzen, wie etwa Ringelblume, Pestwurz oder Lavendel, wie die Organisatoren anlässlich der Eröffnung mitteilten.

Vom Schamanen am Feuer über die Hütte einer Kräuterfrau bis zur modernen Drogerie: überall werden die natürlichen Gewächse eingesetzt. Die Ausstellung ermöglicht historische, chemische, medizinische und botanische Zugänge zu den Kräutern.

Ergänzt wird die Schau von einem Beitrag der Luzerner Kantonsarchäologie unter dem Titel "Gesundheit! 7000 Jahre Heilkunst in Luzern". Dabei wird aufgezeigt, wie sich die Menschen vor unserer Zeit bei Zahnschmerzen, Knochenbrüchen, Entzündungen und mehr zu helfen wussten.

Zurück in die Jungsteinzeit

Dass man offenbar schon damals die heilende Wirkung von Pflanzen genau kannte, zeigen auch Pollenanalysen anlässlich von Ausgrabung, aufgrund derer man Kräuter nachweisen konnte. Die Archäologen zeigen den Einsatz von Heilpflanzen seit der Jungsteinzeit auf, also seit mehreren tausend Jahre vor Christus.

Die Heilkunst-Ausstellung ist im Forum Treppenhaus des Natur-Museums untergebracht. Beiden Sonderausstellungen sind bis am 29. April zu sehen. (sda)


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