Luzerner Psychiatrie 2016 mit mehr Patienten

LUZERN ⋅ Die Luzerner Psychiatrie (Lups) ist 2016 von mehr Patienten aufgesucht worden als im Vorjahr. Dies führte teils zu längeren Wartezeiten.
18. Mai 2017, 09:33

Die Luzerner Psychiatrie behandelte in ihren ambulanten Diensten in Luzern, Sursee, Hochdorf und Wolhusen im letzten Jahr insgesamt 6'040 Fälle. Das waren 623 oder rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie es im am Donnerstag veröffentlichen Jahresbericht heisst.

In den stationären Kliniken St. Urban und Luzern stieg die Zahl der Patienten um 84 auf 2'742. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie registrierte 2'497 (+146) Fälle. Im Berichtsjahr lag die durchschnittliche Bettenbelegung in der stationären Erwachsenenpsychiatrie bei 101,4 Prozent, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie bei 97,6.

Die Zunahme der Anmeldungen habe zu einer längeren Wartezeit geführt, schreibt die Lups. Diese begründet den Umstand damit, dass die personellen Ressourcen aufgrund anhaltender Sparbemühungen begrenzt blieben. Dennoch stieg die Zahl der Mitarbeiter laut Jahresbericht um 45 auf 1'093.

Finanziell schloss die Psychiatrie das Geschäftsjahr 2016 wie im Vorjahr mit einem Jahresgewinn von rund 3,5 Millionen Franken ab. Neben dem Aufwand stieg auch der Betriebsertrag, nämlich um 1,9 Millionen Franken oder 1,7 Prozent. Der Anstieg sei hauptsächlich auf die höhere Auslastung im stationären Bereich Erwachsene sowie die Zunahme bei den ambulanten Leistungen zurückzuführen.

Die Luzerner Psychiatrie baut ihr Angebot stetig aus. Im Laufe des Jahres 2017 führt sie ein kostenpflichtiges Beratungstelefon für Menschen mit einer psychischen Erkrankung sowie für Angehörige ein. Bei Bedarf sollen diese vor Ort, in der Klinik Luzern, von erfahrenen Pflegefachpersonen persönlich beraten werden. (sda)


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