Luzerner Regierung will für 21 Millionen Strasse in Luzern ausbauen

STRASSENBAU ⋅ Die Kantonsstrasse, die Luzern mit Emmenbrücke verbindet, soll in Reussbühl für 21,5 Millionen Franken verbreitert werden. Ziel ist es, die Kapazität auf der Achse Stadtzentrum-Seetalplatz zu erhöhen und den Hang zu sichern.
13. Juni 2017, 00:05

Mit der Umgestaltung des Seetalplatzes ist der Strassenabschnitt von Emmenbrücke bis zum Schiff im Luzerner Stadtteil Reussbühl bereits erneuert worden. Nun folgt der nächste Abschnitt vom Schiff bis zur Fluhmühle. Der Abschnitt von der Fluhmühle bis zum Kreuzstutz wird in einem späteren Vorhaben behandelt.

Die Strasse führt entlang der SBB-Gleise durch das enge Reusstal. Die Verbreiterung der Hauptstrasse sei nur bergseitig möglich, schreibt der Regierungsrat in der am Montag veröffentlichten Botschaft an das Parlament.

Die heutige Stützmauer, die sich in einem schlechten Zustand befindet, soll abgerissen werden und eine neue, rückversetzte Mauer gebaut werden. Diese wird rund 350 Meter lang und bis zu 22 Meter hoch sein. Die Mauer soll gemäss Botschaft optimal gestaltet und begrünt werden, so dass sie sich gut in die Umgebung einfügt.

Der Hang an der Kantonsstrasse weist eine Neigung von bis zu 43 Grad auf. Um Steinschläge und Muren zu verhindern, werde der Wald oberhalb der Mauer in einen Schutzwald umgestaltet, heisst es in der Botschaft. Zudem würden Steinschlagnetze montiert.

Die ausgebaute Strasse wird dem Hang entlang Richtung Luzern über einen 3,5 Meter breiten Rad- und Gehweg und Richtung Emmenbrücke über einen 1,5 Meter breiten Velostreifen verfügen. Richtung Emmenbrücke wird es eine separate Busspur geben. Die Fahrstreifen für die Autos werden mit je 3,5 Meter projektiert.

Nicht im Kredit enthalten sind die Kosten für die Sanierung der Strasse, die 2 Millionen Franken kosten dürfte. Diese Ausgabe kann vom Regierungsrat selbst beschlossen werden. Luzern kann zudem im Rahmen des Agglomerationsprogrammes auf einen Bundesbeitrag von 7 Millionen Franken rechnen.

Die Bauarbeiten sollen in den Jahren 2019 bis 2022 ausgeführt werden. (sda)


1 Leserkommentar

Anzeige: